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BERLIN/SCHWEINFURT
Studie: 3100 Tote durch Feinstaub

Feinstaubpartikel aus deutschen Kohlekraftwerken verursachen einer Umfrage zufolge jährlich etwa 3100 vorzeitige Todesfälle in Deutschland und Europa.  »mehr

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OPS (1298 Kommentare) am 04.04.2013 08:53

Übrigens...

Die Deutsche Energiewende führte zu einem starken ansteigen der Kohlekraftnutzung in Deutschland. Diese ist deutlich stärker gestiegen als die Nutzung Erneuerbarer Energien. Überhaupt ist Kohlekraft der am schnellsten steigende Energieträger der Welt.

Die Proteste von "Umweltschützern" (Greenpeace an vorderster Front) gegen Neubauvorhaben bei der Kohlekraft führt dazu, dass neue, feinstaubarme Kohlekraftwerke nicht gebaut werden, und uralte Dreckschleudern weiter betrieben werden.

Außerdem: Jährlich 3100 Tote durch den Feinstaub aus Kohlekraftwerken in Europa. Die Anzahl der Toten durch Unfälle in der westlichen Kernkraft liegen seit 1960 bei unter 10 (insgesamt, nicht pro Jahr).

Ich sag's nur.
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Du_di_ned_oo (4904 Kommentare) am 04.04.2013 20:10

@OPS - Nun gibt es eine Studie von Greenpeace welche die Gefahren von Feinstaub

zum Thema macht - sie schreiben hier doch auch ständig von hunderttausend - oder waren es Millionen ? - von Toten jährlich.
Und nun ist es Ihnen auch wieder nicht recht.

Das wird Ihnen wohl auch nicht gefallen:

Portugal deckt 70% des Stroms über erneuerbare Energien
Spanien reduziert die Produktion aus Atomkraftwerken um 20 Prozent, weil Windstrom im Überfluss produziert wird
http://www.heise.de/tp/blogs/2/154034

Mehr als zwei Drittel grüner Strom
Am Sonntag haben die Erneuerbaren mal wieder einen neuen Rekord aufgestellt. AKW können abgeschaltet werden
http://www.heise.de/tp/blogs/2/153991

Deutschland: Stromexport 2012 vervierfacht!
In Deutschland wurden nach der Katastrophe von Fukushima acht von 17 Atomkraftwerken stillgelegt.
http://www.spickmich.de/news/201304041300-deutschland-stromexport-2012-vervierfacht

http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-04/deutschland-strom-export
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OPS (1298 Kommentare) am 05.04.2013 08:36

Man kann jede Nachricht natürlich so interpretieren wie man das möchte...

Lustig, dass sie bereit sind die Kohlekraft zu verteidigen, wenn es gegen die Kernenergie geht. In der Studie von Greenpeace geht es nur um die Toten durch Feinstaub durch Kohlekraftwerke in Europa.
Die Studie die ich zitiere, da geht es um die Toten weltweit durch alle Konsequenzen der Kohlekraft-Verfeuerung (außer Klimawandel). Sehen sie den Unterschied?

Am Ostersonntag haben die Erneuerbaren einen Rekord aufgestellt. Toll. An einem Tag an dem niemand arbeitet und dabei kein Strom verbraucht wird. Wenn die Erneuerbaren Energien an einem Arbeitstag im Januar um 7 Uhr morgens genug Strom liefern- dann bin ich begeistert.

Portugal hat viel Wasserkraft und liegt am Atlantik. Dort sind Windkraftwerke sinnvoll. In den Landschaftsschutzgebieten Frankens nicht.

Der hohe Stromexport aus Deutschland ist keine gute Nachricht. Deutsche Energiekonzerne haben 2012 1,3 mrd. Euro durch Stromexporte eingenommen. Die Verbraucher haben dafür aber 17 mrd. Euro EEG-Subventionen bezahlt.
(3)
ropel (665 Kommentare) am 05.04.2013 21:40

hallo OPS

der verbraucher hat keine 17 mrd.subvention bezahlt, diese geld ist nur nicht an die vier großkonzerne geflossen, sondern in die taschen von vielen EEG-betreiber, z.b. auch in meine tasche.
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MrsBurns (1517 Kommentare) am 05.04.2013 10:06

Portugal und Spanien

Schöner Vergleich. Die haben mehr Sonnenstunden am Tag als sie vermutlichf Haare auf dem Kopf.!!!!
(4)
klosterschueler (1006 Kommentare) am 05.04.2013 15:49

Hallo Mrs. Burns

die Dichte der Haarpracht hat auch etwas mit der (medizinischen) Strahlung zu tun.
Wollen Sie darauf hinaus?
(0)
ropel (665 Kommentare) am 04.04.2013 21:13

hallo OPS

kernenergie ist etwas gesundes, man sagt deshalb auch:" du bist ja kerngesund".
kohlekraftwerke hat auch etwas positives: "mensch hast du viel kohle", und überhaupt, sterben muß man sowieso einmal, wenn man 20 oder 50 jahre früher stirbt, ist man eigentlich auch selbst schuld, wenn man in der nähe eines kohlekraftwerkes wohnt oder von einem auto überfahren wird.
(0)
m.engelmann (70 Kommentare) am 04.04.2013 09:42

Ergänzung und Fragen

Was soll uns dieser Artikel eigentlich sagen?
Daß das Wohnen neben solchen Anlagen lebensgefährlich ist?
Ich verstehe schon seit 25 Jahren nicht, daß meine vergleichsweise saubere Ölheizung jährlich für teures Geld (und bisher "für die Katz") auf Abgase und Russ überprüft wird, während wir oft vor Gestank und Ruß die Fenster nicht zum Lüften aufmachen können, glühenden Rußflocken Polster auf dem Balkon durchlöchern, nur weil in der Umgebung ohne jegliche Kontrolle "umweltfreundliche nachwachsende Rohstoffe" verschürt werden. Noch dazu muss man den Mund halten und dies alles ertragen, um den Nachbarnschaftsfrieden zu wahren. So sieht es in unserem Land aus.
Liebe Redaktion: Sachliche Aufklärung tut not!
Vielleicht lesen Sie mal in nachfolgenden Artikel nach, der bereits 2006 in der ZEIT erschien: http://www.zeit.de/2006/19/U-Holz_fen_xml
Vielleicht relativiert sich dann so manche Todesangst, die mit diesem Artikel und der heutigen Karikatur wieder geschürt wird.
(2)
ropel (665 Kommentare) am 04.04.2013 21:09

hallo m.engelmann

vor jahren hat bei einem haus der schlot ganz dunkel gequalmt. ich habe dann sofort am haus geläutet und den eigentümer darauf aufmerksam gemacht. ihn hat es wenig berührt, er wußte anscheinend daß die heizung nicht richtig funktioniert, bzw. er verschürt altreifen.
der dunkle qualm hat aber dann doch einmal aufgehört und der nachbarschaftsfrieden hat nicht gelitten.

wenn Sie sich nicht trauen den nachbarn darauf anzusprechen, dann durch die hintertür, d.h. anonym beim kaminkehrermeister etc.
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grayjohn (3287 Kommentare) am 04.04.2013 11:14

Sensation & Katastrophen...

weniger wäre manchmal mehr.

Anstatt dass sie ständig die Menschen mit irgendwelchen extrapolierten Zahlen schocken "bis es nicht mehr geht", wünsche ich mir von Organisationen wie auch Greenpeace Ernst zu nehmende Analysen und Prognosen.

Ich will die Feinstaub-Problematik nicht ignorieren, aber dadurch dass man gegen "alles" protestiert, wird die Sache nicht besser.

Liebe Verantwortliche: hat Euch schon mal jemand die Geschichte von dem Jungen erzählt, der immer gerufen hat: "der Wolf ist da"? Bis der eines Tages wirklich kam und das niemand mehr glauben wollte?

Schärft den Menschen den Blick auf das Wesentliche: Zerstörung der Ökosysteme durch Raubbau, Verunreinigung der Luft und des Wassers, Verknappung und Verteuerung der Ressourcen. Aber bitte nicht hochstlisieren - das ist genau so wenig nachhaltig wie die derzeitige Art des globalen Wirtschaftens!

Zeigt auf, was gemacht bzw. bleiben gelassen werden muss/ was jede/r von uns dazu tun kann! Das ist, was ich mir wünsche.
(1)
m.engelmann (70 Kommentare) am 07.04.2013 11:25

Mehr Fakten bitte @ Du_di_ned_oo

Spanien verbraucht weniger als die Hälfte der Primarenergie Deutschlands und kann durch (weitgehend beständige!) Wasserkraft 4,73% seines Primärenergiebedarfs decken, Deutschland nur zu 1,44% ohne bedeutende Steigerungsmöglichkeiten.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Staaten_mit_dem_h%C3%B6chsten_Energieverbrauch#L.C3.A4nder_nach_Energietr.C3.A4gern
Abgeschaltet wurde in Spanien das älteste KKW mit einer Leistung von 446 MW, nach Angaben des Betreibers wegen der Energiesteuer ab 2013! (Das KKW Grafenrheinfeld hat z. b. eine Nettoleistung von 1275 Megawatt!)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_kerntechnischen_Anlagen_in_Spanien
Zudem weiß niemand von uns, welche Überkapazität in Spanien bestehen, angesichts der stagnierenden Wirtschaft. Und Portugal spielt im Energieverbrauch und Erzeugung unter den ersten 40 der Welt keine Rolle! Was soll also der Hinweis auf Portugal?
Wo kommt hier der Strom her, wenn WKA und PV große Teile des Tages nichts liefern?
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