Main-Post Wirtschaft

    
    

FRANKFURT
Kleinaktionäre verlieren Prozess

Im millionenschweren Prozess um den dritten Telekom-Börsengang im Jahr 2000 haben die klagenden Kleinaktionäre eine klare Niederlage erlitten. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat in dem Verkaufsprospekt für die T-Aktie keine Fehler entdeckt, wie die Senatsvorsitzende Birgitta Schier-Ammann am Mittwoch verkündete. Die rund 17 000 Anleger erhalten daher keinen Schadenersatz, den sie in Höhe von rund 80 Millionen Euro eingeklagt haben. »mehr
    
    

DÜSSELDORF
E.ON verkauft das Gasnetz

Europas wichtigstes Gasnetz für die Versorgung von 40 Millionen Haushalten in Deutschland und Nachbarländern wechselt den Besitzer. E.ON verkauft seine 12 000 Kilometer langen Pipelines für 3,2 Milliarden Euro an eine Gruppe von Finanzinvestoren, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Für E.ON ist der Verkauf ein großer Schritt beim Schuldenabbau. Die Transaktion soll im dritten Quartal abgeschlossen werden. Nötig ist grünes Licht von Bundeskartellamt und Bundeswirtschaftsministerium. »mehr
    
    

 (2) RÜSSELSHEIM
Opel baut den Astra bald im Ausland

Schwerer Schlag für das Opel-Stammwerk Rüsselsheim: Der zum Sparen gezwungene Autobauer verlagert die Produktion seines Erfolgsmodells Astra komplett ins günstigere Ausland. Ab 2015 wird der Astra nur noch im britischen Ellesmere Port und im polnischen Gliwice (Gleiwitz) vom Band rollen, wie Opel am Donnerstag mitteilte. »mehr
    
    

MANNHEIM
Südzucker profitiert von hohem Zuckerpreis

Gestiegene Zuckerpreise haben Südzucker im Geschäftsjahr 2011/12 (Ende Februar) einen Gewinnsprung beschert. Der operative Gewinn des größten europäischen Zuckerkonzerns legte um 44 Prozent auf 751 Millionen Euro zu, teilte das Unternehmen in Mannheim mit. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf sieben Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen eine um 15 auf 70 Cent erhöhte Dividende erhalten. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Südzucker beim Umsatz mit einem weiteren leichten Anstieg. »mehr
    
    

WIESBADEN
Deutsche Wirtschaft gut ins Jahr gestartet

Europas Konjunkturlokomotive Deutschland nimmt wieder Fahrt auf: Nach dem Dämpfer zum Jahresende ist die deutsche Wirtschaft im Auftaktquartal 2012 überraschend deutlich gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg gegenüber dem Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Experten hatten ein kleineres Plus von nur bis zu 0,2 Prozent zum Vorquartal erwartet. »mehr
    
    

NEW YORK
Reifeprüfung für den Facebook-Gründer

Wenn Facebook demnächst an die Börse geht, wird Mark Zuckerberg nicht nur auf einen Schlag zu den reichsten Menschen der Welt gehören. Er wird mit gerade einmal 28 Jahren auch der Chef eines Unternehmens sein, das an der Börse ungefähr so viel wert ist wie Lufthansa, Deutsche Bank und BMW – zusammen. Ist es eine Verantwortung, der er gewachsen ist? Bisher konnte Zuckerberg bei Facebook frei wie bei einem kleinen Start-up agieren. Muss er sich jetzt verändern, weil er sich jetzt in die Welt der Börsen-Analysten, Finanzhaie und klagefreudiger amerikanischer Aktionäre begibt? »mehr
    
    

BERLIN
„Finanztest“: Kreditberatung ist oft miserabel

Viele Banken in Deutschland beraten ihre Kunden nach Einschätzung der Stiftung Warentest ausgesprochen schlecht. In einer Untersuchung von „Finanztest“ schnitten Filialbanken besonders negativ ab. Zehn von zwölf erhielten für ihre Kreditangebote das Urteil „mangelhaft“. Vier von fünf Internetbanken bekamen hingegen die Note „sehr gut“. Oft hätten die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen gefehlt, mit denen Kunden auf einen Blick Kreditangebote vergleichen können, so die Kritik. »mehr
    
    

DÜSSELDORF/WÜRZBURG
Koenig & Bauer bringt neue Aufträge mit

(dpa/md) Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer AG (KBA) ist trotz der Branchenkrise mit einem leichten Umsatzplus und gut gefüllten Auftragsbüchern ins neue Jahr gestartet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahm KBA in den ersten drei Monaten des Jahres 4,0 Prozent mehr Geld und damit 263,5 Millionen Euro ein. Wie der weltweit zweitgrößte Druckmaschinenbauer am Dienstag mitteilte, hat sich der Auftragsbestand sogar um fast 29 Prozent erhöht. »mehr
    
    

Firmen & Fakten: EU-Staaten schreiben Banken strengere Kapitalregeln vor

Die Banken in Europa müssen ihre Geschäfte künftig mit mehr Eigenkapital absichern, um besser gegen Krisen gewappnet zu sein. Die EU-Finanzminister unterstützten bei ihrem Treffen am Dienstag in Brüssel einstimmig schärfere Kapitalregeln für die 8300 Banken und Kreditinstitute in der EU. Das sagte die dänische Wirtschaftsministerin Margrethe Vestager, die derzeit die Treffen leitet, nach der Debatte. Die strengeren Kapitalregeln sollen von Anfang 2013 an gelten. Die britische Regierung verlangte bis zuletzt mehr Spielraum für nationale Aufseher und will deutlich höhere Kapitalpuffer für ihre Geldhäuser festsetzen, als in den sogenannten Basel-III-Regeln festgeschrieben sind. »mehr
    
    

Unterstützung in Sachen Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist Trend, die unterfränkische Ökolimonade Bionade galt hier lange als Vorzeigeprodukt. Peter Kowalsky, ehemaliger Geschäftsführer der Bionade GmbH, geht dreieinhalb Monate nach seinem Rückzug aus dem Ostheimer Familienbetrieb neue Wege. Im Rahmen der Initiative „Sustainable Business Angels“ berät er zukünftig gemeinsam mit Jürgen Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der memo AG, junge Unternehmer. »mehr
    
    

RÜSSELSHEIM
Astra-Vollbremsung bei Opel

Opel tritt auf die Kostenbremse: Weil der Absatz stetig sinkt und die Werke bei Weitem nicht ausgelastet sind, lässt der defizitäre Autohersteller sein Hauptmodell Astra künftig nur noch in zwei Werken bauen. Doch wo der Astra zukünftig vom Band rollen darf, verkündete Unternehmenschef Karl-Friedrich Stracke am Montag nach einer Betriebsversammlung in Rüsselsheim nicht. Es gilt aber als sicher, dass der Opel-Bestseller künftig nicht mehr in Deutschland hergestellt wird. »mehr
    
    

BRÜSSEL
Autofahrer müssen zahlen

Die EU-Kommission hat Leitlinien für die Auto-Maut in Europa verabschiedet. Demnach können Autofahrer in einem anderen EU-Land zwar kräftiger zur Kasse gebeten werden als die heimischen Fahrer, die Gebühr darf aber eine „akzeptable Obergrenze“ nicht überschreiten, wie die Kommission am Montag in Brüssel erklärte. Derzeit könne sich der Tagespreis in den Ländern mit Maut für Nichtansässige zwischen dem 2,5-Fachen und dem 8,2-Fachen des Tagespreises für einen Ansässigen bewegen, stellte die Behörde fest. Darüber hinaus dürfe es bei Einführung neuer Mautsysteme nicht gehen, forderte sie. Außer der Obergrenze legen die Leitlinien weitere Kriterien fest. »mehr
    
    

KARLSRUHE
Studie: Preise für Strom steigen

Die Strompreise in Deutschland werden einer Studie zufolge bis zum Jahr 2025 um 70 Prozent steigen. Schuld daran seien die Kosten für die Energiewende und der geplante Ausstieg aus der Atomkraft, heißt es in dem Gutachten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Sie wurde von der Industrie- und Handelskammer Baden-Württemberg in Auftrag gegeben. „Wenn die Strompreise so drastisch steigen, fürchten wir um die Konkurrenzfähigkeit deutscher Unternehmen“, sagte der Karlsruher IHK-Präsident Bernd Bechtold am Montag in Eggenstein-Leopoldshafen (Kreis Karlsruhe). Die Preiserhöhungen gelten laut Studie für Großkundenverträge. „Bei Privathaushalten werden die Preise wohl noch stärker steigen, da sie keine so hohen Rabatte aushandeln können“, sagte Ingenieur Karl-Friedrich Ziegahn, der die Studie koordinierte. Die steigenden Kosten erklärten sich sowohl aus dem Ausbau erneuerbarer Energien als auch aus der notwendigen Erweiterung der Stromnetze und der Subventionierung von Solar- und Windstrom. »mehr
    
    

IRSCHING/DÜSSELDORF
E.ON-Gaskraftwerke in Süddeutschland stehen auf der Kippe

Der Energieriese E.ON will Presseberichten zufolge aus Kostengründen drei ältere Gaskraftwerke in Süddeutschland mit der Gesamtleistung eines Atommeilers schließen. E.ON wolle 2013 die Blöcke Irsching 3 in Oberbayern und Staudinger 4 in Hessen sowie 2014 Franken 1 in Nürnberg dichtmachen, berichtete die „Financial Times Deutschland“ (FTD) am Montag. Die Gesamtkapazität der Anlagen, deren Betrieb unwirtschaftlich geworden sein soll, beträgt 1420 Megawatt. Die Schließungsabsicht sei der Bundesnetzagentur angekündigt worden. »mehr
    
    
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