aktualisiert: 07.06.2009 18:04 Uhr
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MÜNCHEN/SCHWEINFURT
Wulff: Konkretes Modell für Schaeffler und Conti
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff hat ein konkretes Modell für die Zukunft der Automobilzulieferer Conti und Schaeffler vorgestellt. Ausdrücklich stellte der CDU- Politiker im Nachrichtenmagazin «Focus» auch Staatshilfen in Aussicht.
Das größte Lohnaufkommen liegt nach Angaben des Regierungschefs in Bayern, dann kommt Hessen und als drittes Niedersachsen. Zur Schaeffler-Gruppe gehört auch der Automobilzulieferer FAG in Schweinfurt.
Zur finanziellen Gesundung von Conti und Schaeffler sagte Wulff: «Wenn die Schaeffler-Gruppe unter das Dach von Conti geht, kann die Aktie ohne großen Aufwand Wert aufholen.» Es gehe um die Kapitalmarktfähigkeit des Unternehmens. Die Probleme seien beherrschbar, wenn die Aktien «wieder einen Wert von 50, 60 Euro oder mehr» hätten. Die Schaeffler-Gruppe würde allerdings dann laut Wulff »nicht 90 Prozent der Conti-Anteile behalten, sondern deutlich weniger». Wenn sich der Kurs erholt habe, könne durch den Verkauf von Aktien neues Kapital ins Unternehmen kommen. «Wenn das Konzept zukunftsfähig ist, werden wir eine Bürgschaft prüfen, um das Projekt zu unterstützen», betonte Wulff. «Das ist unser nationales Interesse und kluge Standortpolitik.»

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