Homburg

Musik, Kunst und Grafik auf Schloss Homburg

Leben und arbeiten im Schloss – diesen Traum haben sich im Winzerdorf Homburg am Main drei Künstler erfüllt. Cembalist Michael Günther, Malerin Gertrude Elvira Lantenhammer und Grafikerin Linda Schwarz schöpfen seit Ende der 1990er Jahre aus der Ruhe und Abgeschiedenheit hinter den dicken Mauern von Schloss Homburg ihre kreativen Kräfte.

Jahrzehntelang war das Schloss dem Verfall preisgegeben, bevor es die Gemeinde Triefenstein (Lkr. Main-Spessart) von außen renovieren ließ. Auf Initiative der Künstler taten sich 1998 Gemeinde, Kunstschaffende und der Verein zur Rettung von Schloss Homburg zusammen und sanierten die Innenräume, die nun Günther, Lantenhammer und Schwarz für ihre Zwecke nutzen.

Das Schloss thront auf einem Tuffsteinfelsen hoch über dem Main, im Rücken die Weinberge des Homburger „Kallmuth“. Während Touristen oder Freunde des sommerlichen Weinfestes die Schlosskulisse von außen genießen, erfüllt das Gebäude im Inneren Gertrude Elvira Lantenhammers „Sehnsucht nach dem Überblick“.



In einem Raum, der von drei Seiten natürliches Licht und Ausblicke über den Main bietet, entstehen ihre leuchtenden „Lagepläne“ von konkreten und imaginären Orten. Lantenhammer malt Bilder, deren „Farbenenergie“ in Gelb, Blau und Grau strahlt. Außerdem ersinnt sie immer wieder neue „Köpfe“, die Abbilder von Archetypen wie „Mädchen“, „Mönch“ oder „König“ – erst als Skulpturen, dann als Bilder.

Wie eine Zeitreise mutet der Schritt in Michael Günthers Gemächern an. Der Kerzenlüster an der Decke und der Stundenschlag seiner historischen Tischuhr versetzen den Gast in eine vergangene Zeit und sind doch nur Beiwerk: Günther sammelt und spielt historische Tasteninstrumente des 16., 17. und 18. Jahrhunderts.

 

Der Musiker und Musikwissenschaftler begeistert sich für die originalgetreu restaurierten Cembali und Tafelklaviere, die man bei ihm sehen und in den renommierten Schlosskonzerten regelmäßig hören kann – mit Musik aus der Renaissance, dem Barock und der frühen Romantik.

Die Verbindung von Neu und Alt ist der Dreh- und Angelpunkt der künstlerischen Arbeiten von Linda Schwarz. Seit 1999 bringt sie diese Elemente nicht nur in ihren Fotografien, Bildern und Druckgrafiken, sondern auch in ihrem Lebensraum zusammen. Bauhausmöbel, Laptops, frische Farben und von der Großmutter überlassene Möbelstücke fügen sich im von ihr und ihrem Ehemann Professor Dr. Axel Greiner mit den Kindern Pauline (6) und Emma (3) bewohnten ersten Stockwerk des Homburger Schlosses zu einem harmonischen Ganzen.



Dreh- und Angelpunkt ihrer Arbeit ist eine 150 Jahre alte, aus Leipzig stammende Druckerpresse, die im früher von Homburger Vereinen genutzten Lagerraum ihre Heimstatt gefunden hat. „Hier zu wohnen ist einzigartig. Die hohen Räume, das Licht – das ist schon etwas ganz Besonderes“, schwärmt Schwarz – und Elvira Lantenhammer und Michael Günther stimmen zu.

 

Seminare und Besichtigungen Die Sammlung historischer Tasteninstrumente von Michael Günther kann nach Voranmeldung besucht werden. Kontakt und Konzerttermine unter: Tel. (0 93 95) 99 78 11, www.clavier-am-main.de

Gertrude Elvira Lantenhammer bietet Sommerakademien in Malerei an: Tel. (0 93 95) 87 78 88, www.g-e-lantenhammer.de

Linda Schwarz veranstaltet Vorträge und Workshops für Fachpublikum nach Vereinbarung unter www.lindaschwarz.de oder Tel. 0152 / 29 28 86 73.

  

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