Regensburg/Nürnberg

Was besonders gut gegen Wintermüdigkeit hilft

Was gegen Wintermüdigkeit hilft       -  Vor allem in der dunklen Jahreszeit sollten Sie auf genügend Licht achten. Zum Beispiel mit einer Pause in der Sonne oder einem Spaziergang draußen.
Foto: Friso Gentsch/dpa | Vor allem in der dunklen Jahreszeit sollten Sie auf genügend Licht achten. Zum Beispiel mit einer Pause in der Sonne oder einem Spaziergang draußen.

Fit und munter in den Tag starten? Zwischen Dezember und März ist das oft eine Herausforderung. „Auch Menschen halten ein klein wenig Winterschlaf”, erklärt Jürgen Zulley, Professor für Biologische Psychologie an der Universität Regensburg. Denn Menschen passen sich den kürzer werdenden Tagen an: Sie schlafen länger, aber schlechter - und sind dann tagsüber müder als im Sommer.

Licht beeinflusst die Stimmung

„Licht ist entscheidend für unsere Stimmung”, erklärt Prof. Kneginja Richter, Leiterin der Schlafambulanz an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Nürnberg. „Es sorgt für die Freisetzung verschiedener Hormone, die über unsere Gefühlslage entscheiden.” Wer tagsüber nicht genug helles Licht aufnimmt, kann als Folge unangenehme Symptome spüren. „Viele Menschen fühlen sich müde und antriebslos, grundsätzlich ist die Stimmung gedrückt”, sagt Richter.

Holen Sie sich Licht

Gegen die Müdigkeit hat Zulley ein einfaches Rezept: „Holen Sie sich Licht!” Denn vielen fehle im Winter das Tageslicht. Dabei sorgt Helligkeit dafür, dass das Hormon Melatonin, das uns müde macht, nicht mehr ausgeschüttet wird.

Besonders betroffen von der Wintermüdigkeit sind Ältere und Menschen, die depressiv gestimmt sind oder unter Schlafstörungen leiden. Wer den ganzen Tag im Büro verbringt, hat es ebenfalls schwer. Denn in geschlossenen Räumen sei es meist zu dunkel, sagt Zulley.

Spazieren gehen

Der Schlafexperte rät daher, jeden Tag mindestens 30 Minuten bei Tageslicht an die frische Luft zu gehen. „Auch an grauen Wintertagen ist es draußen noch hell genug, um uns wach zu machen.” Das habe außerdem den positiven Nebeneffekt, dass die Bewegung den Kreislauf wieder in Schwung bringt. Zurück im Büro sollte man das Licht möglichst hell stellen, empfiehlt Zulley. Und: Ein Platz am Fenster kann dabei auch helfen.

Beim Aufstehen ist Helligkeit genauso wichtig: Einfach so viel Licht wie möglich anmachen, rät Zulley. „Selbst wenn die Helligkeit im ersten Moment blendet, werden wir dank des Lichts besser wach.”

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