KITZINGEN

Kanzler und Könige in Kitzingen

Der Mainkai in den 60er Jahren: Schiffe, Lastkähne und Industrieanlagen prägten das Kitzinger Mainufer vor 50 Jahren. Vo... Foto: ArchivMAin-Post

Die Serie „Die wilden 60er“ bietet Einblicke in das Leben vor rund 50 Jahren. Beat, Bars, lange Haare sind einige Themen, die beleuchtet werden. Den geschichtlichen Hintergrund und damit den Blick auf die Entwicklung der Stadt Kitzingen in der Zeit liefert Stadtarchivarin Doris Badel. Der Schnelldurchgang durch ein bewegtes Jahrzehnt, von 1961 bis 1969.

1960

27. März: Stadtratswahl. Oskar Klemmert ist OB. Es gibt 20 Stadträte.

7. Juni: Das Bundesverdienstkreuz an den Künstler Richard Rother.

4. August: Havanna-Bar öffnet.

3. September: Das Gasthaus Zur Krone in Etwashausen renoviert.

6. September: Das Stadtgebiet Siedlung wächst.

1961

Juni: Bundeskanzler Konrad Adenauer zu Besuch in der Stadt.

6. Juni: Kitzingen hat 17 784 Einwohner.

1. Februar: Neubau Oberrealschule mit Gymnasium und Oberrealschule für Mädchen am Mühlberg (heute Armin-Knab-Gymnasium).

28. September: Gasthaus Zum schwarzen Bären wird zur Kupsch-Filiale am Markt.

17. März: Max Greger kommt mit seinem Orchester nach Kitzingen.

1962

19. Mai. Die Vaterunser-Glocke, die Die Nachfolgerin der Hedwigs-Glocke stürzt vor Tausenden Menschen beim Versuch ab, sie auf den Turm der evangelischen Stadtkirche zu ziehen

20. August: Die B 8 am Repperndorfer Berg wird verbreitert. Verkehrsampeln entlang der B 8.

Die Brauerei Lang in der Herrnstraße stellt ihren Betrieb ein.

1963

5. März: Der kälteste Winter dieses Jahrhunderts. Rekord von 1928/29 noch unterboten.

27. Juni: Das Markt-Café mit Franz Hauck öffnet seine Pforten.

1964

8. März: Oberbürgermeisterwahl. Oskar Klemmert wird gewählt.

22. Februar: Erich Rothe errichtet eine Fabrik in der Flugplatzstraße.

4. April 1964: Der älteste Siedler Amselm Caliz (82 Jahre) ist tot.

6. April: Opel-Kerschensteiner feiert Richtfest an der B 8.

21. Mai: Zwei neue Kaufhäuser geplant, ehemalige Capitol-Lichtspiele (Stadtzentrum) und ehemalige Fassfabrikationshalle, Wörthstraße.

9. November: Anbindung Kitzingens an die Autobahn mit zwei Anschlussstellen.

31. Oktober: Eine der modernsten und größten Volksschulen Unterfrankens wird mit der Siedlungs-Volksschule eingeweiht.

1965

6. November: Städtisches Museum und Städtisches Archiv öffnen in der Landwehrstraße 23.

26. April: Das 1000. Klavier verlässt die Firma ED. Seiler Pianofabrik.

29. Mai: Die Scala-Lichtspiele in der Siedlung werden Supermarkt.

16. Juli: Prinz Philipp landete am Flugplatz, Weiterflug mit Hubschrauber.

15. Juli: Eröffnung des neuen Tierheims.

30. September: Richtfest am Altersheim in Kanzler-Stürtzel-Straße.

12. Februar: Gründung der Lebenshilfe in Kitzingen.

1966

13. März: Stadtratswahl. Keine Frau im Rat. OB ist Oskar Klemmert.

26. August: Großer Bahnhof auf dem Flugplatz. Festlicher Empfang des thailändischen Königspaares, das nach Bad Kissingen weiterfährt.

10. September: Neues Stadtviertel entsteht am Muldenweg.

31. Oktober: Sprengung der Ruine des Deusterschlosses.

11. März: Der Hadla-Keller im Volksbankgebäude wird eröffnet.

30. Dezember: Der Esbach-Hof von Ilse und Willi Müller öffnet.

1967

20. Juli: OB Klemmert geht nach Bonn und scheidet aus.

22. Oktober: Rudolf Schardt (SPD) siegt gegen Walter Kießling (CSU) und wird OB.

21. September: Richtfest für Neubau der Kreis- und Stadtsparkasse in der Siedlung.

28. Oktober: Abschluss des Schulbauprogrammes, feierliche Einweihung der Deusterschule.

23. Februar: Orkan über Kitzingen, beträchtliche Sachschäden.

20. Mai: Das Deutsche Fastnachtsmuseum (im Falterturm) wird feierlich eröffnet.

23. Januar: Leonische Drahtwerke bauen in Kitzingen eigene Fabrik.

1968

Die Einwohnerzahl Kitzingens ist auf 18 222 gestiegen.

1. Juli: Wolfgang Bötsch kommt als Rechtsrat nach Kitzingen.

20. April: Die Neue Mainbrücke wird zur Konrad-Adenauer-Brücke.

1969

Beginn der Erschließungsarbeiten im Baugebiet Muldenweg für ein neues Kreiskrankenhauses.

16. September: Altbundeskanzler Ludwig Erhard besucht Kitzingen.

5. Dezember: Ex-Oberbürgermeister Siegfried Wilke stirbt.

28. März: Mit Albrecht (heute Aldi) eröffnet ein Lebensmittelfilialunternehmen in der Herrnstraße 12.

31. Dezember: Die Bonbonfabrik A. Wildhagen und Co. stellt ihre Fabrikation ein.

Die Serie „Die wilden 60er“ lebt von Ihren Ideen und Anregungen, eigenen Geschichten und/oder Bildern, die Sie loswerden wollen. Einfach anrufen: Tel. (0 93 21) 13 24 40 oder 13 24 32.

ONLINE-TIPP

Mehr Informationen zur Serie, den Aktionen, Sonderthemen, ein Quiz und viele Bilder unter www.mainpost.de/diewilden60er

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Hähnchen und Esbachhof: Willi Müller eröffnete 1966 den Esbachhof und war legendär für seine Hähnchen. Foto: Archiv: Main-post

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