NORDHEIM

„Man muss viel Idealismus haben“

Wenn es an diesem Samstag in der Nordheimer TSV- Sporthalle heißt „Bühne frei“ für das närrische Treiben, dann richten sich die Augen auf Jürgen Förster, der seit zehn Jahren als Sitzungspräsident das Narrenschiff durch den „Ordemer Fasching“ steuert.

Sein Amt hat Jürgen Förster beim Karnevalsverein Weingenießerclub von Vater Gustav übernommen – und um einen Nachfolger muss er sich wohl keine großen Sorgen machen. Denn wie verkündete sein vierjähriger Sohn Bastian vor kurzem: „Papa, Du macht's das solange noch, bis ich groß bin“. Jürgen Förster lacht, denn er weiß nur zu genau, dass auch er als Kind viel von seinem Vater Gustav – er leitete 24 Jahre lang die Faschingssitzungen – vorgelebt bekam. Und er fackelte nicht lange, als es vor zehn Jahren hieß, die Nachfolge des Vaters anzutreten. „Ich hatte zwar einige schlaflose Nächte und Herzklopfen vor den ersten Veranstaltungen, aber daran hat sich in all den Jahren nichts geändert.“ Das ist auch gut so, denn eine jede Sitzung ist eine neue Herausforderung.

Gute Zusammenarbeit der Elfer

Für Jürgen Förster stehen das Publikum und die Akteure („die Stars der Sitzungen sind die Redner und Tänzer“) im Mittelpunkt, denn „was nützt der beste Präsident, wenn die Auftritte nichts taugen“. Stolz ist der 32-Jährige, der Fasching im Blut hat, auf die vielen Stars in der Bütt, die der Nordheimer Fasching alljährlich zu bieten hat. Qualität statt Quantität ist oberste Prämisse für Förster. Er sagt: „Du musst den Leuten etwas bieten. Und dann erntest du auch den Lohn.“ So sind die Sitzungen seines Karnevalsvereins Weingenießerclub Nordheim seit Jahren stets restlos ausverkauft, schwärmt der Präsident, der außergewöhnlichen Ehrgeiz, Kraft und viel Zeit für sein närrisches Ehrenamt („auch die Frau und der Rest der Familie muss mitspielen“) aufbringt. Wie lange er dem Elferrat („wir arbeiten bestens zusammen“) noch vorstehen wird, darüber denkt Förster nicht nach. Es ist nach den Sitzungen immer wieder ein „tolles Gefühl, wenn du von der Bühne gehst und die Leute dir auf die Schulter klopfen.“

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