NORDHEIM

Prinzenpaar mit 73 Jahren: Nordheim liegt ihnen zu Füßen

„Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll“ – so einfach lautet das Rezept von Maria und Horst Schiller aus Nordheim. Die beiden sind das Faschingsprinzenpaar des Karnevalsvereins Weingenießerclub in Nordheim – und: Sie sind beide 73 Jahre jung.
Lachen hält gesund und jung. Diese Weisheit trifft auf das Nordheimer Faschings-Prinzenpaar Maria und Horst Schiller zu: Die beiden sind „Baujahr“ 1935.
Foto: FOTO Alexandra Braun | Lachen hält gesund und jung. Diese Weisheit trifft auf das Nordheimer Faschings-Prinzenpaar Maria und Horst Schiller zu: Die beiden sind „Baujahr“ 1935.

Nordheim liegt ihnen zu Füßen – im wahrsten Sinne des Wortes. Zum einen haben sie aus ihrer Wohnung im dritten Stock beste Sicht auf den romantischen Winzerort und die angrenzenden Weinberge. Seit der Faschingssession liegen aber auch die Nordheimer dem agilen Paar zu Füßen: Sind die beiden doch das bislang älteste Faschingsprinzenpaar und das gilt sicherlich nicht nur für den Bereich der Mainschleife. Maria und Horst Schiller sind „Baujahr“ 1935.

Ursprünglich aus Oberbayern stammend, hat der Fasching zwar schon „immer irgendwie in ihr Leben gehört“, aber so richtige Narren waren sie nicht. Das sollte sich erst mit dem berufsbedingten Umzug ins Frankenland ändern. Wohnten die Schillers erst in Volkach, kamen sie 1996 auf die Weininsel nach Nordheim. Von Anfang an stand für das Ehepaar fest: „Wir wollen in Nordheim dazugehören.“ Was liegt da näher, als sich unters Volk zu mischen.

Maria Schiller schloss sich den Landfrauen an, ihr Mann Horst dem Männergesangverein. Es dauerte nicht lange und das Ehepaar war in die Dorfgemeinschaft aufgenommen worden. So auch im Weingenießerclub, dessen Elferrat Horst Schiller bereits seit einigen Jahren angehört.

Am Faschingsdienstag des vergangenen Jahres kam dann der Kniefall: Der langjährige Sitzungspräsident des Weingenießerclubs, Jürgen Förster, ging vor Maria Schiller auf die Knie. Er brauchte ihre Einwilligung mit ihrem schon überzeugten Mann „Faschingsprinzenpaar 2009“ zu werden. „Als zudem noch ein paar Elferräte auf die Knie gingen, da konnte ich nicht mehr Nein sagen“, lacht Maria Schiller.

Eine große Herausforderung ist dieses Faschingsamt nicht: „Denn wenn man wie wir gerne für den Verein tätig ist, dann ist das eigentlich gar kein so großer Schritt mehr zum Prinzenpaar“, meint Horst Schiller. Die Reaktionen auf das schon etwas ältere Prinzenpaar waren allesamt positiv und stellenweise auch für den ein oder anderen Schmunzler gut: So sagte ein Mitglied des befreundeten Karnevalsverein von Hausen kürzlich: „Wir hatten auch mal ein älteres Faschingspaar, die waren auch so knapp um die 60.“

Na, da können sich Maria und Horst Schiller getrost auf die närrische Session freuen.

Online-Tipp

Der Fasching in der Region: www.mainpost.de/fasching

Themen & Autoren
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!