HAUSEN

Große Sause im türkischen Nieselregen

Plüschig: Das Bubenballett als Glücksbärchen.
| Plüschig: Das Bubenballett als Glücksbärchen.

„33 Jahre große Sause, Türkenfasching hier in Hause“ – unter diesem Motto begeisterten die Aktiven des Hausener Faschingsvereins am Wochenende rund 400 Zuschauer in zwei ausverkauften Sitzungen in der Turnhalle. Fünf Stunden abwechslungsreiches Programm mit lustigen Bütten, tollen schauspielerischen Leistungen, viel Musik, einer gut gemachten Gerichtsshow und abwechslungsreichen, flotten Tänzen, das zeichnete die Hausener aus. Launig führte Sitzungspräsident Robert Riedmann durch den Abend.

„Helau - krass“ begann der Abend mit Erkan und Stefan, die „alles voller Türken“ vorfanden. „Soviel gibt's nicht mal in Istanbul – aber in Karscht!“ Mit einem „korrekt türkischen Volkstanz“ mischten sie schon gleich das Publikum auf. Wie im echten Leben, typisch Mutter und Sohn halt, ging's bei Silvia und Philipp Dorsch zu. Ob der Sohn nun Langeweile hat oder nicht beim „Abchillen“, darüber waren sich beide nicht einig. Vater und Sohn legten beim Firmausflug schon mal gleich die ganze Bühnendeko auseinander, nervten die Kellnerin, bestellten „Käse in der Flasche“, sangen gemeinsam schön-scheußlich und hinterließen schließlich eine große Sauerei auf der Bühne.

Weinend – weil es die Abschiedstournee war – erklomm das „Duo Infernale“ die Bühne. Die beiden besangen lustige Missgeschicke und luden das Publikum zum Mitsingen ein. Auch einen Sprachkurs in Bayerisch gab's.

Als eine Augenweide präsentierten sich die „Grazien vom Main“ im Stil von „Waltraud und Mariechen“. Da traf die „bestangezogenste Frau von Stadelhofen“ auf die Städterin aus Frankfurt. Beide warten auf den „ICE von Stadelhofen über Rohrbach nach Frankfurt“. Der Lippenstift der Städterin ersetzte die Marmelade und der Kajal ging genauso als Schuhwichse, mit einer Zahnbürste aufgetragen.

Mit gebrochenem Arm trat Freddy Fantastico vom Duo „Spessart Sound“ auf, „aber nicht, weil die Buchenstraße nicht geschoben war!“. Sein Kompagnon Heinz Fleckenstein („leider von Frammersbach, aber sonst ganz nett“) rockte die Bühne mit seiner E-Gitarre und brachte den Saal zum Kochen.

„Loipe, Ritter, spur die Loipe“ riefen alle gemeinsam zur Melodie „Living next door to Alice“ beim „Lied für den Loipenwart aus Zall“. Nicht nur hier wurde der Nachbarort aufs Korn genommen.

Überhaupt nicht gut weg kamen die Männer beim Sketch der beiden Hausfrauen. Da wurde der Sitzungspräsident von seinem Hund gebissen, der anschließend an Alkoholvergiftung starb. Beim Ausverkauf von Ehemännern wurden die Hausener als „Spargel“ verkauft: Zusammengebunden der „Bund für zehn Euro“.

Mit tollen schauspielerischen Leistungen und Ideenreichtum überzeugte die „Gerichtsverhandlung“. Hier war die „Große Garde“ angeklagt, mit einem aufgeführten „West-Ost-Afrikanischen Regentanz“ für den schlechten SommerDas Urteil fiel am Ende mild aus: Ein Tanz von „professionellen Tänzern“ sollte alles wieder ausgleichen. Nach der Sitzung regnete es draußen trotzdem....

Der „singende Koch“, seit 33 Jahren in der Bütt, nahm als Dorfchronist „Dörfliches“ unter die Lupe, aber auch Überörtliches: Aus der Kirche habe man letztes Jahr „nicht so schönes Zeug“ gehört. Pfarrer seien entlassen worden oder haben geheiratet. „Theo- logen, dass sich die Balken bogen“, da fragte er sich schon, ob nicht der Pater Michael der „einzig Echte“ gewesen sei.

Das abwechslungsreiche Programm wurde ergänzt von ebenso abwechslungsreichen Tänzen. Außer den Gardetänzen der Nachwuchsgarde und Großen Garde waren auch die Männer sehr aktiv. Als „Glücksbärchis“ die „Jüngeren“ oder als „Boxer“ die „Älteren“ - für jeden Geschmack war etwas dabei. Die Teenie Garde überzeugte mit einem Showtanz. Professionell kam der Showtanz der Großen Garde „Musketiere“ rüber. Besonders aufwändig zeigte sich der Showtanz der Nachwuchsgarde, der zu „Alice ins Wunderland“ entführte.

Klasse: Margarita Rügamer als Gerichtsschreiberin.
| Klasse: Margarita Rügamer als Gerichtsschreiberin.
Spektakuläre Show: Die Gardetänze waren ein Höhepunkt der Prunksitzung in Hausen.
Foto: Fotos (3): Gabi Nätscher | Spektakuläre Show: Die Gardetänze waren ein Höhepunkt der Prunksitzung in Hausen.
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