GELDERSHEIM

„Wie's der Deibel halt so will“

Teufel auch: Kleine Engel traten beim Galderschumer Fasching gegen böse „Beelzebuben“ an. Foto: Uwe Eichler

Die Akropolis ist abgebrannt, nicht nur als Bühnendeko ruiniert: „Wir armen Griechen, ooh...“ nannte sich das Motto der Biegenbacher 11 – eine kleine Spöttelei unter Freunden ob des griechischen Gastgebers im Sportheim.

Bis Deutschland an der Reihe ist, wurde erstmal Fasching gefeiert, im elften Vereins- und damit närrischen Jubiläumsjahr der Biegenbacher 11: Tanzmariechen Ellis Jung legte zum Auftakt eine flotte Sohle hin. Ihre Trainerin war die unermüdliche Patricia Weber. Lara Heymanns befasste sich in der Bütt mit Papas markantem Aussehen. Die Plüschlätzchen gaben eine Mini-Playbackshow, sehr originell ein getanzter Kampf „Gut gegen Böse“: die Kids traten als Engelchen gegen Teufelchen an, trainiert von Claudia Bohrer, Alisa Neeb und Sabrina Hörmann.

Zurück in die 80er tanzten die Teens (unter Leitung von Isabell Schmittfull). Ein Prosit der Gemütlichkeit stimmten (in Tracht) die Vorbergschnepfen an, nach dem 200. Jahr der „Wies'n“ ging es auch um die Trinkfestigkeit der Galderschumer Dorfoberen. Die kleine Garde konnte sich dank des Trainings von Patricia Weber, Nina Prowald und Anje Brand sehen lassen.

Ein echter Augenschmaus: der Elferrat als griechische Tanzgruppe, flankiert von den Statuen junger Göttinnen. Da freute sich nicht nur „Nana Mouskouri“ alias Präsident Markus Zopf. Vom Wirt gab's Ouzo für seine guten Freunde: Hellas und Helau. Im Licht des Kunstfeuers reckte dann die große Garde hübsche Tanzbeine, unter Leitung von Patricia Weber. Fürs Intermezzo sorgten die Fuchsstädter Narren, auf Partnersuche in der Bütt ebenso wie mit einem afrikanischen Showtanz. „Mach des, mach des“ – Urgestein Ida Bartenstein leitet noch als Rentnerin ein kleines Familienunternehmen. Inhaberin ist sie selbst, als Ehefrau, mit 24 Stunden Rufbereitschaft. Echte Originale des Galderschumer Faschingstreibens, Conny Heymanns und Florian Christ, gaben den Elferrat zu zweit. Mit Alternativ-Pflege im hohen Alter befassten sich die Plüschlätzchen, dann gehörte die Bühne Otmar Schmelzer, als fränkischer Stanzler bekannt von Fastnacht in Franken. Am Schluss wurde es noch mal fromm: Das Männerballett walzte als Nonnen a la „Sister Act“ an – Hallelujah.

„Wie's der Deibel halt so will“, seufzte Karlheinz Surauf vom Fränkischen Fastnachtsverband. Fast hätte er vergessen, Obernarr Markus Zopf den Sessionsorden umzuhängen, der seit elf Jahren der Narretei am Biegenbach frönt. Trainerin Patricia Weber erhielt den närrischen Verdienstorden. Weitere Auszeichnungen gab's für Denise Hübner, Isabell Schmittfull und Matthias Fenn sowie Lara Heymanns. Übrigens: Für die Sonntagssitzung ab 13.11 Uhr gibt's noch Karten.

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