Buchtipps: Der alte Mann und das Netz

Wie erklärt man, wie eine E-Mail funktioniert? Und das einem alten Herrn, der irgendwann die TV-Fernbedienung in die Ecke gepfeffert hat, weil sich der Fernseher („Das teure Scheißding!“) immer automatisch auf Stand-by geschaltet hat? Christian Humberg hat es gewagt und ist in seinem Buch „Der alte Mann und das Netz“ (Goldmann, 320 Seiten, 8,99 Euro) mit seinem Vater (über 70) in die Welt des Internets eingetaucht, immer in der Hoffnung, irgendwann auch wieder glücklich irgendwo zwischen Paypal, Onlinebanking und Trojanern aufzutauchen. Bis es soweit ist, geht es ausgesprochen vergnüglich zu. Wer sich an manchen Stellen wiedererkennt – sei's drum!

Du sollst sterben dürfen

Unpopuläres Thema, aber im November unausweichlich: Um ein würdevolles Ende geht es in Tilman Jens' Buch „Du sollst sterben dürfen“ (Gütersloher Verlagshaus, 184 Seiten, 17,99 Euro). Jens weiß, wovon er schreibt: Sein Vater, der Rhetorik-Professor Walter Jens, litt die letzten neun Jahre vor seinem Tod 2013 an Alzheimer. „Mein Vater ist zwei Jahre zu spät gestorben. Und das, obwohl er eine Patientenverfügung hatte“, sagt der Autor und fordert einen zeitigen Dialog über den Tod, eine offen und klar vereinbarte Regelung der letzten Dinge. Und: Der Wunsch auf ein selbst bestimmtes Ableben muss vom Umfeld des Sterbenden respektiert werden. tsc

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