Karrierestart mit Nacktszene

Keiner quasselt schneller als Axel F.

Eine kurze Nacktszene machte sie über Nacht bekannt: Als 15-Jährige zog sich Nastassja Kinski im Tatort-Krimi „Reifezeugnis“ aus. Es waren ihre ersten, aber keineswegs letzten hüllenlosen Aufnahmen. In dem Krimi hat Kinski als junge Schülerin ein Verhältnis mit ihrem Lehrer. Der vom späteren Hollywood-Regisseur Wolfgang Petersen gedrehte Film wurde nach seiner Ausstrahlung im März 1977 zum Tagesgespräch. Inzwischen ist die Folge zigmal wiederholt worden – sie gehört zu den Klassikern deutscher Fernsehgeschichte.

Das darstellerische Talent der 1961 in Berlin geborenen Tochter von Schauspiel-Legende Klaus Kinski (1926-1991) war schon zuvor entdeckt worden. Mit 13 Jahren spielte sie in „Falsche Bewegung“ von Wim Wenders die Rolle eines stummen Mädchens. Aber erst nach „Reifezeugnis“ nahm ihre Karriere Fahrt auf. Plötzlich war die scheu wirkende Schönheit international gefragt.

In den nächsten Jahren stand sie in Deutschland, Frankreich und Amerika vor der Kamera – als Schauspielerin und als Fotomodell. Namhafte Regisseure wie Francis Ford Coppola besetzten sie – vor allem als verführerische Kindfrau.

Mit Roman Polañski drehte sie beispielsweise 1979 das Drama „Tess“, mit Wim Wenders 1984 den preisgekrönten Spielfilm „Paris, Texas“. Dass keiner ihrer Filme zum Kassenschlager wurde, änderte lange nichts an ihrer Beliebtheit. Für einige Jahre war sie Deutschlands sinnlichstes Gesicht in der Welt.

Zwar verblasste der Ruhm, dem Filmgeschäft blieb Kinski aber treu. Die Namen ihrer Werke sind jedoch nur ausgewiesenen Kino-Experten geläufig. Schon seit Jahren lebt die Mutter dreier Kinder in Los Angeles. Dort feiert Deutschlands ewige Lolita Ende nächster Woche ihren 55. Geburtstag. Foto: S. Nogier, dpa

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