Mit ewiger Jugend wird's eher nichts

Dorian Gray ist ja leider wohl alles andere als ein Erfolgsmodell. Oscar Wildes Romanfigur besitzt ein Porträt, das statt seiner altert, ihm selbst so ewige Jugend garantiert, ihn aber auch zu einem lasterhaften Leben verführt, das nicht allzu erfreulich endet. Statt gar nicht, sollte man also besser in Würde und natürlich möglichst gesund altern. Wie das klappen kann und warum dieser vermaledeite Alterungsprozess überhaupt unvermeidbar ist, erklärt Björn Schumacher in seinem Buch „Das Geheimnis des menschlichen Alterns“ (Blessing Verlag, 288 Seiten, 20,60 Euro).

Den Schlüssel zur Unsterblichkeit sucht man hier freilich vergebens. Kein Wunder, von den angeblich unsterblichen Göttern des Olymp hat man seit rund 2000 Jahren ja auch nichts mehr gehört. Der Autor, einer der renommiertesten Altersforscher Deutschlands, richtet den Fokus ergo auf Erkenntnisse, wie man den typischen Krankheiten der späten Jahre präventiv begegnet und somit das Altern an sich verlangsamt.

Dabei beantwortet er die Kernfrage, warum wir überhaupt altern, erklärt, welche Gene unsere Lebensdauer begrenzen, welche Rolle Zellteilung und Zellstoffwechsel spielen, und nicht zuletzt, wie sich unsere alternde Gesellschaft verändern muss, um die Zukunft zu meistern. Ein Buch, das nicht nur den Senioren von heute, sondern auch und gerade den zahllosen künftigen Hundertjährigen aktuelle Informationen liefert, aber auch Visionen ermöglicht und Perspektiven verschafft.

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