Phishing-Falle: Vorsicht bei angeblichen Online-Rechnungen von 1&1

Bonn - Computernutzer sollten derzeit bei per Mail zugesendeten angeblichen Rechnungen der 1&1 Internet AG äußerst vorsichtig sein. Der Anhang dieser mit gefälschten Absendern millionenfach in Umlauf gebrachten Mails enthält einen gefährlichen PC-Virus.

"Man sollte den Anhang auf keinen Fall öffnen und die Mail am besten gleich löschen", sagte Matthias Gärtner vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) dem dpa/gms-Themendienst.

Es handle sich um den klassischen Fall einer E-Mail-Attacke, bei der über einen so genannten Trojaner ein Schadprogramm eingeschmuggelt werden soll. Im Anhang der aktuellen Mail befindet sich die Datei Rechnung.pdf.exe, die mit dem Virus "Backdoor.Win32.agent.akf" infiziert ist. Wird diese Datei ausgeführt, haben Hacker laut 1&1 in Montabaur (Hessen) die Möglichkeit, die Daten auf dem Rechner auszuspähen oder diesen für weitere Angriffe zu missbrauchen.

Problematisch ist laut BSI-Experte Gärtner, dass noch nicht alle Virenscanner das Virus erkennen. "Die neuen Schadenprogramme sind wesentlich intelligenter aufgebaut". Nach Angaben von 1&1 kann derzeit etwa die Hälfte der Anti-Viren-Programme das versendete Virus erkennen. In allen anderen Fällen rät das Unternehmen zu einem Update auf aktuelle Versionen beziehungsweise einer Aktualisierung der Anti-Viren-Dateien.

Wenn die Datei versehentlich geöffnet wurde und keine Warnung eines Virenschutzprogramms oder des PC-Betriebssystems angezeigt wurde, ist der Rechner vermutlich infiziert. Anwender sollten dann versuchen, den Rechner mit einem aktuellen Virenschutzprogramm zu säubern.


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