Frankfurt/Main (dpa/tmn)

Reisemobile und Caravans - Das sind die Trends

Caravans und Reisemobile werden kompakter und sparsamer. Dazu erfährt der gute alte Kastenwagen mit Campingausstattung ein Revival. Hier die aktuellen Trends aus der Welt des Camping und Caravaning.
Wohnmobile auf der CMT in Stuttgart
Wohnmobile auf der Touristikmesse CMT in Stuttgart: Bei Caravans und Reisemobilen gibt es den Trend zu weniger Gewicht. Foto: Marijan Murat

Caravans und Reisemobile werden zunehmend kompakter und leichter. Die Hersteller wollen auf diese Weise den Spritverbrauch und damit die Unterhaltskosten senken, wie der Caravaning Industrie Verband (CIVD) in Frankfurt am Main mitteilt. Bei Wohnwagen ohne eigenen Antrieb geht der Trend zu weniger Gewicht. Kastenwagen und teilintegrierte Wohnmobile, die das Chassis samt Fahrerhaus von Nutzfahrzeugen übernehmen, bekommen verbrauchsärmere Motoren und aerodynamischere Abmessungen.

Viele Hersteller hätten Kastenwagen mit Campingausstattung aufgrund der Kundennachfrage neu ins Programm aufgenommen, erklärt CIVD-Sprecher Werner Wieners. Das Segment sei wiederbelebt worden, gerade weil Kastenwagen den Reisemobilen oft in Sachen Ausstattung in nichts mehr nachstünden. Zudem kommen sie bei vielen Kunden als Pkw-Ersatz zum Einsatz, weil Reisemobile vergleichsweise groß sind und einen geeigneten Stellplatz brauchen.

Der Trend zu kompakten Modellen sei maßgeblich durch die Kosten beeinflusst, sagt Wieners. Auch Größe und Handling spielten eine Rolle. Auch im Luxussegment werden die Modelle laut CIVD sparsamer. Hier zähle für Kunden vor allem der Umweltaspekt.

Die Zahl der Caravan-Neuzulassungen stieg im Jahr 2012 um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 17 637. Die Reisemobile erreichten dem CIVD zufolge sogar einen Rekord: 24 062 neuzugelassene Fahrzeuge entsprachen einem Plus von 10,4 Prozent. Die Erwartungen für 2012 seien im Verlauf des vergangenen Jahres übertroffen worden.

Für Caravanfahrer gibt es in diesem Jahr eine Neuerung: Ab dem 19. Januar reicht der normale B-Führerschein, um Anhänger - also auch Caravans - mit einem unbeschränkten Gewicht zu ziehen, solange das Gesamtgewicht von Pkw und Caravan nicht 3,5 Tonnen übersteigt. Bisher konnten mit dem B-Führerschein bereits Anhänger über 750 Kilogramm gezogen werden. Dabei war aber zu beachten, dass die zulässige Gesamtmasse des Anhängers die Leermasse des Pkw nicht überstieg. Diese verwirrende Regelung falle jetzt weg, so der CIVD.

Außerdem tritt die neue Klasse-B-Erweiterung 96 in Kraft, die von Besitzern eines B-Führerscheins bei einer eintägigen Fahrschulung ohne Prüfung erworben werden kann. Der Schein berechtigt zum Fahren einer Pkw-Anhänger-Kombination mit einem Gesamtgewicht von bis zu 4,25 Tonnen. Bisher war dies nur Autofahrern vorbehalten, die bereits den Führerschein der Klasse BE besaßen. Mit der B96-Erweiterung könnten rund 90 Prozent aller am Markt angebotenen Caravans bewegt werden, erklärt der CIVD. Ab Ostern sollen die ersten Gruppenschulungen für die B96-Erweiterung stattfinden.

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