Berlin

Erste Häuser der Berliner Museumsinsel öffnen

Museumsinsel Berlin       -  Auf der Museumsinsel in Berlin sind wieder Besucher erlaubt. Zum Ensemble gehört auch die Alte Nationalgalerie.
Foto: Wolfgang Kumm/dpa | Auf der Museumsinsel in Berlin sind wieder Besucher erlaubt. Zum Ensemble gehört auch die Alte Nationalgalerie.

Berlins berühmte staatliche Museen stehen vor einer langsamen Wiedereröffnung in der Corona-Krise. Die ersten Häuser wollen am 12. Mai ihre Türen für Besucherinnen und Besucher vorsichtig wieder aufschließen.

Auf der Museumsinsel werden zunächst die Alte Nationalgalerie, das Alte Museum und das Pergamon-Panorama einen lange Zeit verschlossenen Blick auf ihre Ausstellungen erlauben.

Am Kulturforum sperrt die Gemäldesammlung wieder auf, wie die Staatlichen Museen zu Berlin mitteilten. Dort soll außerdem die Ausstellung „Pop on Paper” mit Arbeiten von Warhol bis Lichtenstein zu sehen sein. Die Museen waren wegen der Pandemie seit dem 14. März geschlossen.

Für alle Besuche gilt Maskenpflicht. Um Schlangen wartender Besucher zu vermeiden, sollen zudem Tickets nur mit Zeitfenster verkauft werden, die zuvor auch online gebucht werden können.

Allein zu den Staatlichen Museen der von Bund und Ländern getragenen Stiftung preußischer Kulturbesitz zählen 13 Sammlungen in 19 Häusern. Die als Weltkulturerbe ausgewiesene Museumsinsel im Zentrum Berlins besuchten zuletzt jährlich gut drei Millionen Menschen.

Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Museen, freute sich über die Wiedereröffnung. „Die ausgewählten Häuser verfügen über weitläufige Räumlichkeiten”, sagte Eissenhauer. Einen ungetrübten Museumsbesuch mache aber erst der besonnene Umgang aller Menschen vor Ort möglich, Gesundheit habe höchste Priorität.

Der Präsident der Stiftung, Hermann Parzinger, hatte eine langsame Öffnung zunächst nur einiger Museen angekündigt. Es sei „nicht trivial, ein Museum wieder aufzumachen”. Umfangreiche Maßnahmen seien zu treffen, um Hygiene zu gewährleisten und Ansteckung zu vermeiden.

Museen seien kritisch, „weil sich dort Menschen für eine längere Dauer in den Häusern aufhalten”, sagte Parzinger. Deswegen müsse sich die Verteilung der Besucher organisieren lassen.

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