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Ganz Schleswig-Holstein öffnet für Touristen

Ostseestrand Scharbeutz       -  Zunächst waren es nur Modellregionen, nun empfängt ganz Schleswig-Holstein wieder Urlauber.
Foto: Georg Wendt/dpa | Zunächst waren es nur Modellregionen, nun empfängt ganz Schleswig-Holstein wieder Urlauber.

Ein paar Tage in der Holsteinischen Schweiz, Strandurlaub an der Ostsee oder ein Wellnesswochenende mit Blick auf das Watt? Schleswig-Holstein steht Touristen aus ganz Deutschland ab Montag wieder offen - nicht wie bisher nur in den vier Modellregionen.

Auch in weiteren Bereichen wird das öffentliche Leben ein Stück normalisiert. Gefordert sind allerdings neben Hygieneauflagen wie dem Tragen von Schutzmasken in bestimmten Situationen vor allem negative Coronatests vor der Anreise und dann alle drei Tage.

Die Öffnung ist nach Überzeugung der Landesregierung möglich, weil in Schleswig-Holstein die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Inzidenz) stabil unter 100 lag und zuletzt unter 50 gefallen ist.

Gaststättenbesuch für Geimpfte und Negativ-Getestete

Lokale dürfen ihre Innenbereiche wieder öffnen. Auch hier müssen

Gäste einen negativen Coronatest vorlegen oder nachweisen, dass sie

vollständig geimpft sind. Das heißt, die zweite Impfung muss

mindestens 14 Tage zurückliegen. Große Runden sind aber noch nicht

möglich. Innen sind fünf Personen aus zwei Haushalten an einem Tisch

erlaubt, draußen dürfen es zehn Gäste sein. Eine Testpflicht für

Beschäftigte in Gaststätten sieht die Landesverordnung nicht vor.

Ein ganzes Stück in Richtung Normalität geht es auch beim Sport und in der Kultur. In Hallen sind 10 Kinder und Jugendliche bei Sportarten ohne Berührungen erlaubt, draußen sind es 20. Bahnenschwimmen und Schwimmunterricht in Freibädern und Außenbecken sind gestattet. Amateursportler dürfen Wettkämpfe im Freien austragen. Museen können öffnen, Besucher brauchen für Innenbereiche einen negativen Coronatest. Die Ausflugsschiffe im Norden dürfen wieder Gäste an Bord nehmen.

Großzügigere Regeln gelten jetzt auch für Versammlungen, die unter freiem Himmel mit bis zu 250 Teilnehmern erlaubt sind.

Öffnungen in Baden-Württemberg und Niedersachsen

In mehreren Regionen Baden-Württembergs sind schon seit Samstag (15. Mai) wieder Gastronomie und Beherbergungsbetriebe offen. Auch weitere Bundesländer haben Lockerungen vor Pfingsten in Aussicht gestellt. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher will seinem Senat am Dienstag vorschlagen, zu Pfingsten die Außengastronomie wieder zu öffnen, wie er bei „Anne Will” sagte.

Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, wo sich die Sieben-Tages-Inzidenzen der Marke von 50 nähern, gehen einen vorsichtigeren Weg als das benachbarte Schleswig-Holstein. Niedersachsen hat den Tourismus zunächst nur für Einwohner des Bundeslandes geöffnet. In Mecklenburg-Vorpommern darf die Gastronomie von Pfingstsonntag an wieder öffnen - außen und innen. Tourismus in dem Bundesland wird am 7. Juni für Einwohner des Landes und am 14. Juni für Gäste aus den anderen Bundesländern möglich sein. Dietmar Bartsch, der Linksfraktionschef im Bundestag mit Wahlkreis in Rostock, sagte dazu in der „Anne Will”-Sendung, das leuchte ihm nicht ein. „Jetzt wird das sehr hinausgezögert.”

© dpa-infocom, dpa:210517-99-627579/3

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