Wir haben ein Theater!

Wie Frankreich Würzburg eine Bühne verschaffte

Riemenschneider
Mainfrankentheater 2004: Riemenschneider (Oscar Quezada) wird abgeführt und gefoltert. Foto: Norbert Schwarzott
Würzburg - 3. August 2004: Premiere der "Churfürstlich privilegirten fränkischen Nationalbühne" in der heutigen Theaterstraße. Julius Graf von Soden ist der stolze Direktor eines, so berichtet Wolfgang Schulz im zweiten Band der "Geschichte der Stadt Würzburg", "der ersten stehenden Theater Deutschlands mit einem Fassungsvermögen von 700 Zuschauern".


Schulz zitiert aus einem Jubelartikel: "Wir haben ein Theater! Die Bastille mußte am 14. July 1789 erstürmt werden und die Lieder der Freyheit die Welt erschüttern, ein tobendes Meer von desem Wort berauschter Gallier sich über alle Grenzen ihres weiten Landes ergießen, der haltlose Verband der Souveraine Europas immer lockerer werden, und neue Freundschaft die Feindseligen vereinen.

Deutschlands Gestalt mußte umgewandelt werden - ehe in diesen stillen Mauern eines ehemaligen Damenstiftes, Thaliens und Melopemenes Altar stehen konnte."
Ein Jahr später verkaufte Soden das Theater mit allem Drum und Dran an seinen Schwiegersohn Friedrich Freiherr von Münchhausen.

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