FRANKFURT AM MAIN

Taylor Swift und Justin Bieber räumen bei den MTV Europe Music Awards ab

Er tanzte auch bei den MTV Europe Music Awards den „Gangnam-Style“: Psy wurde für sein gleichnamiges Video ausgezeichnet. Foto: dpa

Gewinner wie Justin Bieber oder die am Ende leer ausgegangene Top-Favoritin Rihanna waren gar nicht erst zu den MTV Europe Music Awards angereist. Doch Spaß gab es in Frankfurt am Main trotzdem – vor allem mit dem „Gangnam-Style“.

Taylor Swift, 22, gewann drei Preise, ebenso der 18-jährige Justin Bieber. Die US-Country-Sängerin Taylor Swift holte sich am Sonntagabend im hautfarbenen Glitzerkleid die Trophäen als beste Sängerin, für die beste Live-Show und den besten Look ab. Der Kanadier Justin Bieber wurde zum dritten Mal in Folge zum besten Sänger gekürt und gewann außerdem in den Kategorien „Best Pop“ und „Best World Stage“. Er kam allerdings nicht persönlich zur Verleihung, sondern bedankte sich nur per Videobotschaft bei seinen Fans.

Heidi Klum moderierte die Zwei-Stunden-Show, die ganz auf Zirkus gestylt war, begleitet von Gauklern, Feuerspuckern und Artisten. Klum wechselte das Outfit sechs Mal – die von Versace designten Kleider spielten allesamt mit dem Zirkus-Thema.

In der Frankfurter Festhalle, in der die sogenannten EMAs nach 2001 zum zweiten Mal vergeben wurden, kreischten etwa 8000 Zuschauer ihren Idolen zu. Die Kanadierin Carly Rae Jepsen, 26, gewann zwei Preise, darunter die wichtige Auszeichnung „Bester Song“ für ihren Ohrwurm „Call Me Maybe“. Sie stach unter anderem die Top-Favoritin des Abends aus, die Sängerin Rihanna, 24, die in sechs Kategorien nominiert worden war, jedoch komplett leer ausging und auch gar nicht da war. Auch Lady Gaga, 26, – zurzeit auf Welttournee und in Brasilien – war mehrfach nominiert gewesen, bekam jedoch keinen Preis. In den Vorjahren war Gaga noch die große Gewinnerin gewesen.

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MTV Europe Music Awards

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Für ein bisschen europäisches Flair sorgte die irisch-britische Boygroup One Direction. Sie bekam zwei Preise, für die größten Fans und als bester Newcomer – doch auch die Jungs waren nicht live vor Ort. Für das beste Video wurde der neue Weltstar Psy, 34, aus Südkorea ausgezeichnet, der mit seinem Hit „Gangnam Style“ samt dazugehörigem Tanz-Stil den Saal rockte. Clip und Song wurde in den vergangenen Wochen Hunderte Millionen Mal im Netz angeklickt.

Viele Preise wurden nur per Einspielung bekanntgegeben, etwa Nicki Minaj für den besten Hip-Hop-Song, Linkin Park als beste Rock-Gruppe und David Guetta für „Best Electronic“. Die Fans hatten im Netz über ihre Pop-Idole abgestimmt. Laut MTV gingen in diesem Jahr 184 Millionen Stimmen ein, 2011 waren es 158 Millionen. Die Preisverleihung wurde laut Veranstalter in fast 700 Millionen Haushalte übertragen.

Nur wenige Preisträger waren schon vor Beginn der Show bekannt gewesen: Die im Februar mit 48 Jahren gestorbene US-Pop-Diva Whitney Houston wurde posthum als „Global Icon“ geehrt. „Du hast Maßstäbe gesetzt für Generationen“, sagte Kollegin Alicia Keys.

Stunden vor Beginn der Show standen sich die Fans vor der Festhalle die Beine in den Bauch. Als einer der Ersten lief Tim Bendzko darüber. Er war schon vorher als „Best German Act“ gekürt worden und zeigte seine Trophäe stolz bei Facebook.

Die Preisträger

Best Female: Taylor Swift

Best Male: Justin Bieber

Best Song: „Call Me Maybe“

Best Video: „Gangnam Style“

Best Pop: Justin Bieber

Best Rock: Linkin Park

Best Hip-Hop: Nicki Minaj

Best Alternative: Lana Del Rey

Best Electronic: David Guetta

Best Live: Taylor Swift

Best New: One Direction

Biggest Fans: One Direction

Best Look: Taylor Swift

Best World Stage: Justin Bieber

Best Push: Carly Rae Jepsen

Best Worldwide Act: Han Geng

Global Icon: Whitney Houston

Sie ist die neue Pop-Prinzessin: Taylor Swift konnte gleich drei Preise mit nach Hause nehmen.

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