WÜRZBURG

Gemeinschaftsunterkunft: Schlimme Kindheit im Lager

Das Leben im Flüchtlingslager kann man eine Zeit lang aushalten. Aber nicht über Jahre. Besonders schlimm ergeht es Kindern - so auch in der Unterkunft in Würzburg. Die Wohlfahrtsverbände in Bayern fordern in einer gemeinsamen Erklärung neue Standards für die Unterbringung der Flüchtlinge
Ein Kind, hineingeboren in die Gemeinschaftsunterkunft in Würzburg. Ihm droht ein jahrelanges Leben im Lager.
Das Anwesen Würzburg, Veitshöchheimer Straße 100, hat keine Hausnummer an der Türe. Die Bewohner haben keine Briefkästen. Hier, in der Dürrbachau, in Würzburgs Stadtteil mit der schlechtesten Infrastruktur, in der ehemaligen Emery-Kaserne, umzäunt und mit Stacheldraht geschützt, steht die Gemeinschaftsunterkunft (GU) für Flüchtlinge. Zuständig vor Ort ist die Regierung von Unterfranken, verantwortlich ist das bayerische Sozialministerium. Ein langer Flur. Männer stehen gelangweilt in offenen Türen. Hier kommt wer, dort geht wer, Tür auf, Tür zu, man plauscht, es hallt. Kinder tollen und lärmen. Irgendwo ...
Jetzt weiterlesen
  • Unbegrenzter Zugriff auf mainpost.de
  • Unterfrankens größtes Nachrichtenportal
  • Keine Verpflichtung, monatlich kündbar
30 Tage kostenlos testen
Login für Abonnenten
Weitere Informationen