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WÜRZBURG

Wie Sie Ihre Mund-Nasen-Maske richtig reinigen

The hand of a man who is throwing a black mask into the washing machine       -  Nach dem Tragen sollen Masken regelmäßig gereinigt werden. Wie aber wird die Maske virenfrei?
Nach dem Tragen sollen Masken regelmäßig gereinigt werden. Wie aber wird die Maske virenfrei? Foto: Viktoria Korobova (iStockphoto)

Wer in Geschäften, Bus, Bahn und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, muss in Deutschland eine Maske tragen. Dabei müssen Mund und Nase bedeckt sein. Entspricht die Maske einem bestimmten medizinischen Standard ist die Rede von Atemschutzmasken. Sind die Stoffe für das Gesicht selbst genäht oder gebastelt, spricht man von Mund-Nasen-Masken oder Behelfsmasken. Letztere Variante dürften die meisten Menschen nutzen. Neben regelmäßigem Händewaschen und Abstandhalten soll durch das Tragen einer Atemmaske die Verbreitung des Coronavirus eingedämmt werden.

Bei wieviel Grad wird die Maske virenfrei?

Aber wie reinigt man die Maske richtig und befreit sie von Erregern? Ende April sorgte ein internes Papier des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für Aufsehen. Wie Frontal21 berichtete, sei es demnach nicht ausreichend, eine Maske für 30 Minuten mit Trockenhitze bei bis zu 70 Grad zu reinigen. Bislang lautete so die Empfehlung der Bundesregierung, um eine Einmalmaske wiederzuverwerten.

Das BfArM schlägt eine Alternative vor: Die Atemmasken sollen bei 90 Grad Celsius für 90 Minuten erhitzt werden. Das könne im Fall positiver Untersuchungsergebnisse empfohlen werden. Diese seien jedoch noch abzuwarten. Es ist also noch eine Validierung erforderlich. Angesichts der hohen Temperaturen sollte Ihre Maske idealerweise aus kochfesten Baumwollstoffen sein. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Reinigen Ihrer Maske außerdem achten sollten.

Diese Methoden eignen sich zur Mundschutz-Hygiene

  • Waschmaschine: Einer der einfachsten Wege ist ein Waschgang in der Waschmaschine bei 90 Grad. Die Methode ist jedoch nicht die umweltfreundlichste, vor allem weil kaum ein Kleidungsstück einen Waschgang bei 90 Grad überlebt. Das heißt, die Waschmaschine muss unter Umständen nur für die Atemmaske angestellt werden. Achten Sie darauf, nicht den ECO-Modus zu wählen. Ansonsten wird nicht die nötige Temperatur erreicht.
  • Kochtopf: Etwas umweltschonender als die Waschmaschine ist das Kochen im Kochtopf. Achten Sie darauf, dass das Wasser die gesamte Dauer über kocht, es sollte blubbern. Sie können die Temperatur auch mit einem dafür vorgesehenen Thermometer überprüfen. Anschließend sollte die Maske vollständig trocknen, bevor Sie sie wieder aufsetzen.
  • Backofen: Der Backofen wird ebenfalls häufig bei der Masken-Hygiene empfohlen. Masken können im vorgeheizten Backofen bei entsprechender Temperatur „gebacken“ werden. Jedoch halten nicht alle Stoffe dieser Vorgehensweise stand. Ähnlich wie bei einer Reinigung in der Mikrowelle kann außerdem Brandgefahr bestehen. Weichen Sie deshalb lieber auf die Waschmaschine oder den Kochtopf aus.

Hinweis: Untersuchen Sie Ihre Maske regelmäßig, ob sie Risse oder Löcher hat. In diesem Fall sollten Sie Ihre Mund-Nasen-Bedeckung entsorgen und durch eine neue ersetzen.

Diese Methoden eignen sich nicht zur Mundschutz-Hygiene

  • Wasserkocher: Ein handelsüblicher Wasserkocher erreicht eine Temperatur von circa 100 Grad Celsius – der Siedepunkt von Wasser. Jedoch ist diese Methode nicht geeignet, um Ihre Mund-Nasen-Bedeckung von Coronaviren zu befreien. Unter anderem kann die Temperatur nicht konstant für 90 Minuten gehalten werden, wie vom BfArM vorgegeben.
  • Bügeln: Ein Bügeleisen kann zwar Temperaturen bis zu 220 Grad Celsius erreichen. Ob das allerdings für die Reinigung einer Mundmaske ausreicht, ist fraglich. Denn zum einen kann man nicht sicherstellen, dass die Hitze jede Faser der Maske gleichermaßen erreicht. Zum anderen müssten Sie jeden Teil der Maske bei mindestens 90 Grad für über 90 Minuten bügeln. Wie lange man den Stoff mit einer höheren Temperatur bügeln müsste, um Coronaviren abzutöten, ist bislang nicht bekannt.

Achtung: Oftmals wird empfohlen einen einfachen Behelfsschutz in der Mikrowelle zu erhitzen, um Viren abzutöten. In einigen Masken stecken jedoch ein Stück Draht oder Metallteile. Es kann zu Funken kommen. Es besteht Brandgefahr. Diese Mundschutz-Reinigung hat schon einige Feuerwehreinsätze zur Folge gehabt. Legen Sie Ihre Maske deshalb nicht in die Mikrowelle.

So ziehen Sie die Maske richtig an und aus

Nicht nur das Reinigen der Maske ist von Bedeutung, sondern auch das An- und Ausziehen. Waschen Sie sich vorher gründlich mit Seife die Hände. Berühren sie die Maske an den Gummizügen und stülpen Sie diese nacheinander über Ihre Ohren. Falls Sie eine Maske zum Binden haben, nehmen Sie die Bänder und befestigen den Schutz. Vermeiden Sie es, die Innen- oder Außenseite der Maske zu berühren. Beim Ausziehen gehen Sie genauso vor. Berühren Sie nur die Befestigung der Maske und nicht den Stoff. Waschen Sie sich anschließend wieder gründlich die Hände.