Grafenrheinfeld

Monumente der Atomenergie

Wohin mit dem Atommüll? Bis es ein Endlager gibt, bleibt der strahlende Abfall vor Ort bei den Atomkraftwerken. So giftig der Müll ist, so unspektakulär wirkt seine Lagerung.
In Reih und Glied stehen die Castoren mit hochradioaktiven Brennelementen im Zwischenlager am AKW Grafenrheinfeld. Sie bleiben so lange dort, bis in Deutschland ein Endlager für den gefährlichen Atommüll gefunden ist.
Foto: Anand Anders | In Reih und Glied stehen die Castoren mit hochradioaktiven Brennelementen im Zwischenlager am AKW Grafenrheinfeld. Sie bleiben so lange dort, bis in Deutschland ein Endlager für den gefährlichen Atommüll gefunden ist.

Die Kühlrippen des Castor-Behälters fühlen sich an wie ein Heizkörper. Wohlige Wärme macht sich auf der Handfläche breit. Doch wohlig ist der Inhalt, der diese Wärme ausstrahlt, keineswegs. In knapp einem halben Meter von der Hand entfernt lagert hinter einem Stahlmantel eines der gefährlichsten Gifte, die Menschen je hinterlassen haben: radioaktiv strahlende Uranverbindungen. Sie bleiben für abertausende Jahre toxisch. Sie stammen aus dem stillgelegten AKW Grafenrheinfeld und lagern in unmittelbarer Nähe im Standortzwischenlager. 43 Stahlbehälter, die Castoren, stehen dort.

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