Sprachräume

Mit Lichtern gekrönt: Lena Oster als Luzia bei der Feier in der Stadtpfarrkirche St. Michael Lohr.
LOHR

Das Mädchen mit der Lichterkrone

Früher wurde Luzia auch in deutschen Sprachraum häufiger als heutzutage als Vorname gewählt. Zwar weiß man von der Heiligen, auf die er sich bezieht, eigentlich nicht viel mehr, als dass sie um das Jahr 304 als Märtyrerin für ihren christlichen ...
Schön ist es geworden: Das Pumphaus, das vor einigen Jahren saniert wurde, dient dem Obst- und Gartenbauverein als Domizil.
ROHRBACH

Ein Exot mit Perspektive

Ortssprecher-Serie: Marco Netrval ist in Rohrbach eine Ausnahmeerscheinung: Er ist das einzige SPD-Mitglied. Als Ortssprecher möchte er aber nicht als „Roter“ gesehen werden, sondern überparteilich sein.
's Käuzle: Bahn frei für Zuckerwichtel       -  Lust auf ein zuckersüßes Ehrenamt? Dann, liebe Ochsenfurter, nichts wie ran! Die Stadt sucht eine neue Zuckerfee. Und bevor sich jetzt alle über 20-Jährigen ausklinken: Lesen Sie weiter! Sie werden erstaunt sein, wer – rein theoretisch – so alles Zuckerfee werden könnte.  Im Grunde sind die Bewerbungsvoraussetzungen relativ vorurteilsfrei ausformuliert. Man muss mindestens 18 sein und über einen Führerschein der Klasse B verfügen. Von einem Höchstalter oder einem bestimmten Geschlecht steht da nichts. Das eröffnet natürlich Möglichkeiten. Es könnte zum Beispiel eine zwölffache Großmutter Zuckerfee werden, ein 43-jähriger Mathelehrer, ein pensionierter Gehirnchirurg, – sogar ich könnte mich als Zuckerfee bewerben.  Und ich war auch tatsächlich in Versuchung. Die neue Zuckerfee kriegt nämlich zum Amtsantritt ein Foto-Shooting, eine Kleider-Auswahl und eine Typberatung. Die zentralen der in der Ausschreibung genannten Voraussetzungen sollten doch irgendwie zu schaffen sein: Identifikation mit der Region, höfliches Auftreten, Pünktlichkeit. Ich bin aber doch wieder von einer Bewerbung abgekommen.   Zuckerfeen müssen nämlich dauernd Ansprachen halten. Wenn man eher ein Anhänger des geschriebenen denn des gesprochenen Wortes ist, sollte man den Job vielleicht lieber den kommunikativeren Naturen überlassen.  Um aber auf die Möglichkeit einer männlichen Zuckerfee zurückzukommen: Da tut sich eine sprachliche Hürde auf. Weiß jemand, ob es ein männliches Pendant zu einer Fee gibt? Faun? Naturgeist? Kobold? Nee, alles doof. Zauberer passt irgendwie auch nicht. Obwohl es natürlich eine schöne Alliteration wäre: Zucker-Zauberer.  Vielleicht ist diese Diskussion aber auch gar nicht nötig. Das Internet sagt nämlich, dass eine Fee, wenn man ihre Herkunft aus der keltischen Sagenwelt annimmt, auch männlich sein kann. Nur: Heißt es dann „der Fee“? Alles irgendwie schwierig. Ich bin aus diesem Grund für „Wichtel“. Der Ochsenfurter Zuckerwichtel, der würde gewiss für Gesprächsstoff sorgen. Nun gut. Warten wir' s ab. In Bälde wird gewählt: die, der oder das Zuckerfee.  csc

's Käuzle: Sprachliches Findelkind

Ausgerechnet lustige Texte haben im deutschen Sprachraum einen doch eher unlustigen Namen: genau, es geht um die Glosse. Dahinter verbirgt sich – so sagt es der Duden – ein Prosatext, in dem etwas ironisch, satirisch oder witzig ...
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