Altenheim       -  Die Kraterlandschaft betrachten viele Heidingsfelder etwas wehmütig: bei den Grundaushubsarbeiten zum Bau eines Altenheimes an der Jahhöhe ist der 'Trichter' entstanden. Überlebten doch in den eingelegten ehemaligen Bierkellern der Brauerei Schmelz viele Menschen das Inferno des 16. März 1945 und fanden dort eine erste Unterkunft. Ältere Leute erinnern sich aber auch noch daran, wie im Winter auf dem Main gebrochenes Eis das Bier in diesen großräumigen Kellern frisch hielt. Während des Krieges, als die Turnhalle beschlagnahmt war, wurde durch die TGH hier sogar Turnstunden abgehalten. Später als Lagerräume und für eine Champignonzucht benutzt, standen die Keller dann leer. 1965 verkaufte die TGH das Gelände an die Stadt Würzburg, die es 1973 weiterveräußerte. Etwas erstaunt sind manche Heidingsfelder auch über den nicht gerade harmonisch wirkenden Vorbau, der zur Zeit an der Straßenseite steht. Man befürchtet, daß ein Betonklotz von beträchtlichem Ausmaß die ehemalige Jahnhöhe, oder Wilhelmshöhe, wie sie vordem hieß, erdrückt. Veröffentlichung 19.09.1979 (Volksblatt)

Würzburg 08.09.2010

Die Kraterlandschaft betrachten viele Heidingsfelder etwas wehmütig: bei den Grundaushubsarbeiten zum Bau eines Altenheimes an der Jahhöhe ist der "Trichter" entstanden. Überlebten doch in den eingelegten ehemaligen Bierkellern der Brauerei Schmelz viele Menschen das Inferno des 16. März 1945 und fanden dort eine erste Unterkunft. Ältere Leute erinnern sich aber auch noch daran, wie im Winter auf dem Main gebrochenes Eis das Bier in diesen großräumigen Kellern frisch hielt. Während des Krieges, als die Turnhalle beschlagnahmt war, wurde durch die TGH hier sogar Turnstunden abgehalten. Später als Lagerräume und für eine Champignonzucht benutzt, standen die Keller dann leer. 1965 verkaufte die TGH das Gelände an die Stadt Würzburg, die es 1973 weiterveräußerte. Etwas erstaunt sind manche Heidingsfelder auch über den nicht gerade harmonisch wirkenden Vorbau, der zur Zeit an der Straßenseite steht. Man befürchtet, daß ein Betonklotz von beträchtlichem Ausmaß die ehemalige Jahnhöhe, oder Wilhelmshöhe, wie sie vordem hieß, erdrückt. Veröffentlichung 19.09.1979 (Volksblatt) - Foto: Heer

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