WÜRZBURG

90. Geburtstag eines großen Stifters

Sozial stark engagiert: Margret und Robert Krick. Der Unternehmer feiert an diesem Donnerstag seinen 90. Geburtstag.
Foto: THERESA MÜLLER | Sozial stark engagiert: Margret und Robert Krick. Der Unternehmer feiert an diesem Donnerstag seinen 90. Geburtstag.

Als sie vor genau 20 Jahren, am 70. Geburtstag des Unternehmers, eine Stiftung gründeten, waren sie voller Erwartung. Jetzt, an seinem 90. Geburtstag an diesem Donnerstag, können Margret und Robert Krick feststellen, dass die Erwartungen sich mehr als erfüllt haben. Denn „unterm Strich“ – eine Rechnung, die ein guter Unternehmer aufstellt – kamen noch persönlicher Gewinn durch schöne, menschliche Begegnungen, und die Freude am Wachsen und Gedeihen der Stiftung hinzu.

Deren Mittel fördern soziale Einrichtungen und Initiativen, die in Würzburg gute Arbeit leisten. Die Stifter informieren sich sorgfältig, wollen genau wissen, wo und wie ihre Spenden wirksam werden und sind viel unterwegs. Gemeinsam, wie sie alles gemeinsam tun, und das kommt auch im Namen „Robert-und-Margret-Krick-Stiftung“ zum Ausdruck. Eingesetzt werden die Spenden vorwiegend in der Jugend-und Altenhilfe, in der Krebsvorsorge und im klinischen Bereich, auch die Wohltätigkeitsaktionen der beiden Würzburger Tageszeitungen sind von Anfang an unter den Empfängern, und seit zehn Jahren ist der Name mit dem Robert-Krick-Wohnstift des Bürgerspitals verbunden, wozu es eine erhebliche Zustiftung gab.

Herzensangelegenheiten

Die meisten Spendenempfänger können sich übrigens auch später auf die Kricks verlassen, wenn sie weitere Hilfe brauchen. Viel ist auf diese Weise schon gelungen. Im Jubiläumsjahr 2012 gab es beispielsweise bereits eine Spende von 100 000 Euro für „Menschenskinder, Verein zur Unterstützung psychisch kranker Kinder in Würzburg und Unterfranken“. Eingesetzt wird sie zweckgebunden in der neu eröffneten „Klinik am Greinberg“, die in der Trägerschaft des Bezirks Unterfranken und in Kooperation mit der Uni-Klinik geführt wird. „Eine Herzensangelegenheit, die Spende soll zur Genesung der Kinder beitragen“, sagt Robert Krick dazu, der selbst Enkel und Urenkel hat.

In Würzburg geboren, hat sich der Gründer der heutigen Unternehmensgruppe, aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, sofort am wirtschaftlichen Wiederaufbau seiner Heimat beteiligt. An seinem 90. Geburtstag aber blickt er nicht zurück, sondern ganz realistisch auf die Gegenwart. Dankbarkeit empfinde er, dass er, trotz einiger altersbedingten Einschränkungen in der Mobilität, gemeinsam mit seiner Frau das besondere Flair der Würzburger Geselligkeit genießen könne. Die Freude, hier zu leben, erfülle ihn immer wieder.

Ehrenbürger im Doppelpack

All das blieb nicht unbemerkt. Vor zehn Jahren hat die Stadt Robert und Margret Krick mit der Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet, gleichzeitig verlieh ihnen Ministerpräsident Edmund Stoiber den Bayerischen Verdienstorden. 2006 folgte die Verleihung der Bayerischen Verfassungsmedaille in Gold, und 2010 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Alles immer zweimal, für beide Kricks, denn es gibt sie nur im Doppelpack.

Margret Krick, die 1945 aus Köln nach Würzburg kam und hier den 16. März erlebte, ist stets in alles einbezogen, und seit dem Rückzug des Verlegers aus dem aktuellen Tagesgeschäft mit ihrem Organisationstalent unverzichtbar für alle Entscheidungen und Abläufe, die mit der Stiftung zu tun haben, ebenso im Privatleben und im Freundeskreis, der den Kricks sehr wichtig ist. „Sie ist die Antriebsfeder“, sagt dazu Robert Krick, „auch wenn es darum geht, die Beschwernisse des Alters zu meistern.“ Seit einiger Zeit gibt es im Alltag des vielseitigen Neunzigjährigen einen Rollator, der ab und zu zum Einsatz kommt. „Es wäre töricht, solche Erfindungen nicht zu nutzen“, stellt er nüchtern fest. Diese Einstellung passt haargenau zur Devise, die im Hause Krick in 56 gemeinsamen Jahren galt, und weiterhin gilt: „Sag Ja zum Leben“.

Und dazu gehört es auch, gut zu feiern. Zum Geburtstag haben sich reichlich Gäste und prominente Redner angesagt.

•Über den Unternehmer Robert Krick lesen Sie auch im Wirtschaftsteil, Seite 17
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