WÜRZBURG

Achtung Ansteckungsgefahr: Wie wird das Coronavirus übertragen?

Übertragung von Corona       -  Am häufigsten wird das Coronavirus über Tröpfchen übertragen. Diese entstehen beispielsweise beim Husten.
Foto: nensuria (iStockphoto) | Am häufigsten wird das Coronavirus über Tröpfchen übertragen. Diese entstehen beispielsweise beim Husten.

Die Informationen über die Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) überschlagen sich seit Wochen. Das betrifft auch den Übertragungsweg. Einkaufen mit Einweghandschuhen und Atemschutzmaske oder Behelfsmaske sind nicht länger Visionen aus einem postapokalyptischen Film, sondern Realität. Und ab Montag, 27. April 2020, ist das Tragen einer solchen Maske im Handel und Nahverkehr in Bayern sogar Pflicht. Doch wie stecke ich mich überhaupt mit dem Virus an? Kann mich das Coronavirus sogar über die Augen infizieren? Wir klären Sie über den Übertragungsweg des Coronavirus auf.

So wird das Coronavirus übertragen

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) ist im gesellschaftlichen Umgang die häufigste Ursache für eine Übertragung die Tröpfcheninfektion. Auch eine Kontaktübertragung sei theoretisch möglich.

  • Tröpfcheninfektion: Hauptsächlich infizieren sich Menschen mit dem Coronavirus über Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen entstehen. Die Tröpfchen werden über Schleimhäute in Nase, Mund oder auch Augen aufgenommen. Ob die Viren über die Bindehaut der Augen eindringen und den Menschen infizieren, ist nicht abschließend geklärt. Laut dem RKI wurden bei einer Untersuchung von 63 Patienten Proben der Bindehaut im Auge genommen. Dabei wurden die Proben von drei Coronavirus-Patienten positiv auf den Krankheitserreger getestet. Das sei jedoch kein Beleg dafür, dass Corona über die Bindehaut übertragen wird.
  • Aerosole: In größeren Mengen werden Aerosole als Nebel wahrgenommen. Aerosole sind Tröpfchenpartikel, kleiner als fünf Mikrometer. In einer Studie war das Coronavirus in Aerosolen bis zu drei Stunden in der Luft nachweisbar. Laut dem RKI unterscheidet sich allerdings die künstliche Produktion von Aerosolen zu den niesenden oder hustenden Mitmenschen, denen wir im alltäglichen Umgang begegnen. Dennoch ist nicht abschließend geklärt, ob eine Übertragung des Virus nicht doch über die Atemluft möglich ist.
  • Kontaktübertragung: Je nach Oberfläche sind die SARS-CoV-2-Viren mehrere Stunden oder sogar Tage nachweisbar. Deshalb ist eine Übertragung des Coronavirus durch eine kontaminierte Oberfläche nicht auszuschließen. Über Kot ist eine Übertragung ebenfalls denkbar. Jedoch müssen dafür die Viren vermehrungsfähig sein, so das RKI. Das konnte zwar in einer Studie gezeigt werden, dennoch gelang auch hier der Nachweis eher selten. Wie lange sich die Viren auf gewissen Oberflächen vermehren können und damit infektiös sind, ist von mehreren Faktoren abhängig, zum Beispiel Raumtemperatur oder Luftfeuchtigkeit. Im Folgenden wird aufgezählt, auf welchen Oberflächen das Coronavirus wie lange nachgewiesen werden kann:
    • Kupfer: vier Stunden.
    • Karton: 24 Stunden (ein Tag)
    • Edelstahl: 48 Stunden (zwei Tage)
    • Kunststoff: 72 Stunden (drei Tage)
  • Medizinischer Bereich: Anders als im alltäglichen Umgang spielen im medizinischen Sektor alle möglichen Übertragungswege eine Rolle. Ein hohes Risiko einer Ansteckung geht demnach von Verfahren aus, bei denen Aerosole produziert werden. Dazu gehören beispielsweise Intubation, Bronchoskopie und bestimmte zahnärztliche Behandlungen. Deshalb sind hier Schutzkleidung sowie Atemschutzmasken unerlässlich, um eine Verbreitung des Coronavirus zu vermeiden.
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