Würzburg

Das Virus und die Impfstoffproblematik

Coronavirus - Impfen
Foto: Friso Gentsch (dpa)

Mit Prognosen ist es so eine Sache. Sie sind der Blick in die Glaskugel, manchmal präsize, doch in der Regel eben nur eine Vorhersage auf Basis bestehenden Wissens. Dieses Wissen passt im Falle der Coronakrise noch auf ein kleines schwimmendes Blatt in einem großen Teich. Auf den kleinen Nadelstich vom Hausarzt, um die Corona-Infektionsgefahr zu eliminieren, wartet derzeit ein großer Teil der Weltbevölkerung.

Hunderte Unternehmen beschäftigen sich Iaut Informationen der Tagesschau mit der Forschung, über sieben Milliarden Euro konnten für die Finanzierung des medizinischen Mammutvorhabens auf einer Geberkonferenz gesammelt werden. An der Lösung des Impfstoff-Rätsels tüfteln auch deutsche Unternehmen. Es ist ein Rennen, das viel Zeit verschlingen wird.

Gibt es nicht einen Anhaltspunkt, wann der Impfstoff da sein könnte?

Viele Menschen fragen sich natürlich, ob es nicht irgendwo Licht am Ende dieses Tunnels der Unwissenheit gibt. Die Zahl dafür ist 17. In der Regel sind es bis zu 17 Jahre Entwicklungszeit bis ein Impfstoff ausgereift ist, berichtet die ARD. Acht Jahre in der Regel eher das Minimum. Denn der Impfstoff muss bis zu seinem eigentlichen Einsatz drei Phasen durchlaufen.

Acht bis 17 Jahre sind ohne Zweifel viel zu lange

Tatsächlich sind einige Regelungen, die außerhalb einer Epidemie oder Pandemie gelten, nun außer Kraft gesetzt. Das verschlankt die Phasen der Tierversuche und der klinischen Tests an Menschen. Schon nächstes Jahr soll laut einigen Schätzungen ein Impfstoff kommen können, wenn die Studien glatt verlaufen.

Doch das ist ein sehr optimistischer Zeitplan. Ende April befanden sich laut dem Wissensmagazin Quarks unter zehn der insgesamt über 80 Impfstoffkandidaten bereits in ersten klinischen Tests. Diese erste Testphase dauert drei Monate – daran ist wenig zu rütteln.

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