Sennfeld

Die 36 Seelen von Helmut Ammann

Erich Kasberger führte durch die Ammann-Ausstellung im Sennfelder Rathaus.
Foto: Uwe Eichler | Erich Kasberger führte durch die Ammann-Ausstellung im Sennfelder Rathaus.

Seine Arbeit war stark vom Krieg geprägt

Eine Seele war auf jeden Fall fernöstlich geprägt: 1907 wurde der oft selbst erkrankte Arztsohn in Shanghai geboren. Ab 1911 kam an der Spree „Berliner Humor“ hinzu. Eine weitere Seele stammte aus der Schweiz: Als Eidgenosse musste der Wahl-Münchner in der Nazizeit keinen Kriegsdienst leisten. 1943 ausgebombt, verbrachte Ammann einige Jahre im fränkischen Castell. Er war vieles nicht, so die Erben: Zum Beispiel kein Bayer, sondern Weltbürger. Und: „Seine Arbeit war stark vom Krieg geprägt“. Diese Auseinandersetzung mit Leiden, Sterben und Schuld spürt man auch in Sennfeld, wo die alte Kirche dem Luftangriff vom 31. März 1944 zum Opfer gefallen ist.

Künstlerisch schlugen ohnehin mehrere Seelen in seiner Brust: Neben Arbeiten auf Papier, in Metall, Stein oder Glas schuf er zahlreiche Porträtköpfe von „Promis“ seiner Zeit, vom Unternehmer Rolf Rodenstock bis hin zu den Physikern Werner Heisenberg oder Otto Hahn.

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