Zellerau

Die Kirche wird zum Opernhaus

Die Erwartungen sind also entsprechend hoch, als La Musica (Gunta Smirnova) die Bühne betritt, um im Prolog von Orpheus und der Macht der Musik zu berichten. Lebhaft, fröhlich und voller Energie beginnen die Hirten (Juho Punkeri, Juha Kotilainen und Daekyung Kim) das Spiel, in dem Orpheus (Jonathan Sells) und Eurydice (Anke Endres) zunächst heiraten, um dann durch plötzlichen Tod der Braut getrennt zu werden. Kraft seiner Musik gelingt es Orpheus, in die Unterwelt vorzudringen, um die Gemahlin beinahe zu befreien. Letztendlich scheitert er aber an sich selbst.

„L'Orfeo“ ist eine Achterbahn der großen Gefühle: ausgelassene Freude, tiefe Trauer, Hoffnung und Verzweiflung, Mut und Zaudern – zum Ausdruck gebracht von Stimmen, die unter die Haut gehen. Kostüme und Bühnenbild kommen reduziert daher, überlassen der Musik die Hauptrolle. Zwei Lagen weißer Vorhänge reichen mit geschickter Beleuchtung für den Wechsel zwischen den Szenen, Gefühlen und Welten – die Hirten tragen Jeans und weiße Hemden. Regisseur Rootering hat die Inszenierung behutsam in den Kirchenraum eingepasst. Zwei Tänzerinnen (Sabina Aeschlimann und Hannah Jäkel) komplettieren die Bewegungen auf der Bühne, ohne in den Vordergrund zu treten.

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