"Klappe '12": Ein Unfall mit Kunstblut

Auch in alltäglichen Situationen sollte man vorsichtig sein – sonst kann schnell etwas Schreckliches passieren. Das zeigen drei Schülerinnen des Gymnasiums Veitshöchheim (Lkr. Würzburg) sehr anschaulich in einem Film, den sie für den Jungfilmerwettbewerb „Klappe '12“ gedreht haben.
Nur eine gestellte Szene: Mit ihrem Filmbeitrag für den Jungfilmerwettbewerb „Klappe '12“ wollen drei Schülerinnen vom Gymnasium Veitshöchheim auf gefährliche Situationen im Alltag aufmerksam machen.
Foto: Schule | Nur eine gestellte Szene: Mit ihrem Filmbeitrag für den Jungfilmerwettbewerb „Klappe '12“ wollen drei Schülerinnen vom Gymnasium Veitshöchheim auf gefährliche Situationen im Alltag aufmerksam machen.

Die drei Freundinnen Christina Busack, Eva Spiegel und Verena Arndt haben zusammen das Fach „Film und Mediendesign“ belegt und sind dort auf den „Klappe“-Wettbewerb aufmerksam geworden. In ihren Film spielen sie eine Alltagssituation nach:

Drei Freundinnen verabreden sich an einer Bushaltestelle, um einen gemeinsamen Ausflug zu unternehmen. Während zwei von ihnen bereits am vereinbarten Ort angekommen sind und gerade über vergangene Zeiten lachen, sehen sie die dritte von Weitem hektisch rennen. Und dann passiert etwas Unerwartetes: Der Bus kommt näher, doch das Mädchen ist immer noch nicht bei ihren Freundinnen angekommen. Die Schülerin beginnt schneller zu rennen und überquert in ihrer Eile ohne nach rechts und links zu schauen die Straße. Ihre Freundinnen rufen ihr noch etwas zu, doch da ist es schon zu spät: Sie wird von einem Auto erfasst. Ob sie den Unfall überlebt, wird an dieser Stelle aber nicht verraten.

Die drei Schülerinnen wollen mit ihrem Film ein Zeichen setzen und mahnen. „Auch wenn man in Eile ist, darf man nie unvorsichtig werden“, so die 18-jährige Christina.

Während der Dreharbeiten hat ihnen ihre Kunstlehrerin Britta Habersack hilfreiche Tipps gegeben. „Sie hat uns in die Grundzüge des Films eingelernt und uns verschiedene Tricks gezeigt“, so Christina. Die Schülerinnen hatten zwar während des Unterrichts viel Zeit, um sich Gedanken über ihren Film zu machen, gedreht haben sie aber in ihrer Freizeit.

Weil ihr Film eine lebensnahe Situation nachstellt, hatten sie bei der Auswahl ihres Drehortes keine Probleme. „Der Film spielt an einer Bushaltestelle in Kürnach“, so Christina. Auch beim Equipment reichte ihnen eine kleine Ausstattung. Für den Film brauchten sie nur Kunstblut, ein Auto und einen Fahrer. „Verenas Eltern stellen uns die Kameraausrüstung zur Verfügung, das Schneiden haben wir uns selbst beigebracht“, sagt die Schülerin. „So schwierig ist das gar nicht, nachdem wir ein bisschen rumprobiert haben, hat es gut geklappt.“

Problematisch war hingegen das Spielen. Obwohl sich die drei Schülerinnen nicht groß verstellen mussten, weil sie auch im echten Leben Freundinnen sind, sei es ihnen laut Christina aber schwergefallen, vor der Kamera zu sprechen. Aber am Ende sind sich Christina, Eva und Verena doch sicher, dass sie alles gut gemeistert haben.

Obwohl sie ein gutes Gefühl haben, können die Mädchen aber schlecht einschätzen, ob sie Chancen auf einen Sieg bei „Klappe '12“ haben. „Wir sind gespannt, wie unser Film bei den Leuten ankommt und erhoffen uns natürlich einen guten Platz. Aber egal wie es auch ausgeht, einen Versuch war es auf jeden Fall wert“, so Christina. Und das schon alleine wegen der verpatzten Szenen, die trotz der tragischen Geschichte immer für einen Lacher gut gewesen seien.

Klappe '12

Der Jungfilmerwettbewerb „Klappe“ geht heuer in die zwölfte Runde. Veranstaltet wird er vom Cineworld im Mainfrankenpark und dem Bezirksjugendring Unterfranken, präsentiert wird er von daily X und markt. Die Preisverleihung findet im Juni statt. Schirmherr von „Klappe '12“ ist der Regisseur Christian Zübert („Lammbock“, „Dreiviertelmond“). Er wird auch die Preise überreichen.

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