Meine Lektüre & ich: Ich leake, also bin ich

Ich lese (fast) ;–) alles. Und erfreut entnahm ich jetzt einer Meldung, dass man jetzt auch den „Anglizismus des Jahres“ erwählt. Im Jahr 2010 hat es das Wort „leaken“ geschafft. Mit der Aktion soll, so die Begründung der Jury, „der positive Beitrag des Englischen zur Entwicklung der deutschen Sprache“ gewürdigt werden. Das Wort steht mittlerweile für die gezielte anonyme Veröffentlichung geheimer Informationen. Man kann es aber auch mit auslaufen, undicht, lecken etc. übersetzen. Zum Beispiel ist es Zeit für einen Windelwechsel, wenn man seiner Holden zuruft, „das Baby leakt“. Und wenn man den Klempner über den leakenden Waterhähn informiert, setzt der sich gleich in Bewegung. Leakt hingegen die Wanne, dann ist der Shit echt am dampfen. Dann wird der Ruf nach dem „Whistleblower“ (Platz drei) laut. Von dem man sich übrigens „entfreunden“ (zweiter Platz) kann, wenn er sich lieber in seiner „Scripted Reality“ rumdrückt. „Entfreunden“ ist eine Lehnübersetzung des englischen „unfriend“ und wurde dankenswerterweise eingedeutscht. So weiß man wenigstens wie man es ausspricht. Laut Jury sollen mit diesen Lehnwörtern Sprachlöcher gestopft werden, die durch neue gesellschaftliche Phänomene entstehen – was not immer gelingt....

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