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Rückkehr der Rübe

Root Crops and Vegetables, Victorian Botanical Illustration       -  Feldfrüchte und Vegetabilien: Aus dem „Lehrbuch der praktischen Pflanzenkunde in Wort und Bild“ von 1886.S: GETTY IMAGES/ FOTOLIA
Foto: Foto | Feldfrüchte und Vegetabilien: Aus dem „Lehrbuch der praktischen Pflanzenkunde in Wort und Bild“ von 1886.S: GETTY IMAGES/ FOTOLIA

Der Speiseplan der Würzburger Mensa am Hubland sah für die dritte Januarwoche unter anderem folgende Gerichte vor: Brasilianischer Eintopf mit Bohnen und Gemüse, Ofenfrischer Krustenbraten mit bayrisch' Kraut, Nasi-Goreng, Zucchinisuppe mit Minze, Balinesische Reispfanne, Antipasti mit Baguette. Alles Gerichte, die der moderne Mensch mag und wie sie heute in vielen deutschen Haushalten auf dem Tisch stehen. Nun denken wir uns 100 Jahre zurück. Damals aß man anders.

Die Bayern mochten kein Gemüse

Das Image von Gemüse war schlecht. Nur wenige Fortschrittliche propagierten eine vegetarische Ernährung. Die gängige Lehre vertrat die Ansicht, dass Gemüse „brauchbare Zugaben zu Fleisch und andrer nahrhafter Kost [sind]; allein genossen sind sie ein geringwertiges Nahrungsmittel“ (Meyers Großes Konversationslexikon, 6. Auflage 1905-1909, Bd. 6, S. 542). Besonders in der bayerischen Küche spielte Gemüse Anfang des 20. Jahrhunderts keine große Rolle. Mehlspeisen und Fleisch waren beliebt. Umso stärker traf im Ersten Weltkrieg der Mangel an Fleisch und Getreide die Bevölkerung.

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