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15 Jahre: Im Besinnungswald zu sich finden

Der Besinnungswald feiert 15-jähriges Jubiläum. Aus der Idee ist eine Stiftung entstanden. Und die hat sich hohe Ziele gesteckt.
Der Besinnungswald hat sich in anderthalb Jahrzehnten verändert, aber nichts von seiner anziehenden Faszination verloren. Foto: Gerd Schaar       -  Der Besinnungswald hat sich in anderthalb Jahrzehnten verändert, aber nichts von seiner anziehenden Faszination verloren. Foto: Gerd Schaar
| Der Besinnungswald hat sich in anderthalb Jahrzehnten verändert, aber nichts von seiner anziehenden Faszination verloren. Foto: Gerd Schaar
Wie schnell die Zeit vergeht, konnten die Helfer aus den ersten Tagen vom Anpflanzen des Besinnungswaldes anhand des Baumwachstums sehen. Aus den Pflänzchen wurden in den vergangenen 15 Jahren stattliche Bäume. Aus der Idee, die hinter dem Besinnungswald steht, wurde eine erfolgreiche Stiftung.

Gründervater Michael Mence hatte diesen Helferkreis am Samstag zum Treffen am Besinnungswald eingeladen. Unterhalb der Platzer Kuppe gelegen, genießt diese etwa drei Hektar große Paradieslandschaft den Weitblick auf die Rhöner Landschaft. Inklusive einer Quelle, die am Rande der Fläche fließt. "Besinnungswälder sind kulturelle Wahrzeichen. Sie symbolisieren die ganzheitliche Anschauung, die auf acht Öko-Kulturbotschaften und zwölf humanitären Botschaften beruht", heißt es im Grundtenor der Stiftung.


Seltene Baumarten voraus

Nicht alle Helfer der ersten Stunde konnten zu dem Treffen kommen. So wanderte eine Gruppe von rund einem Dutzend Leuten den Berg hinauf. Sichtbares Ziel waren die beiden lang gestreckten Baumgruppen mit heimischen Baumarten, die selten geworden sind und auszusterben drohen. Ganz im Sinn des Grundgedankens der Lebensvielfalt und Erhaltung der Ökosysteme.


Erinnerungen an die Anfänge

War es jetzt also ein verspätetes Helferfest? "Ich möchte den Helfern für ihre Einsätze nochmals danken und mit ihnen feiern", dankte Mence bei einem Imbiss in der alten Schule. "Eure Gesichter bringen mir so viele Erinnerungen zurück, und ich will das Projekt Besinnungswald anhand Eurer Namen noch einmal Revue passieren lassen", sagte er und nannte Emilie Kohl, Mences frühere Nachbarin in Platz, die das Besinnungswald-Grundstück wohlwollend verkaufte. Der verstorbene Norbert Mitter von der Unteren Naturschutzbehörde habe sich amtlich für das Projekt eingesetzt. Beide hätten die rechtliche Voraussetzung für die Umsetzung des Besinnungswaldes überhaupt erst ermöglicht.

Mences Dankesliste war recht umfangreich und ging über die Anzahl der Anwesenden hinaus. So zum Beispiel nannte er den Platzer Feuerwehr-Kommandanten Gerald Heinle, Holz-Künstlerin Marion Martin, die Herz-und-Seele-Familie Knauer (ehemalige Bäckerei), Heinrich Schlereth, Jochen Schmitt, Peter Schüll, Hugo Pfrang, Gottfried Vogler, Christine Reimann, Michael Krug, Monika und Michael Ludwig. "Und sicher habe ich noch einige vergessen", fügte Mence an.

"Es war gut, nach etlichen Jahren wieder den Besinnungswald zu besuchen", waren sich die Helfer einig. Es sei ein positives Projekt, das über die Jahre hinweg gewachsen sei. Den Bäumen wie den Menschen sehe man die individuell seltene Art nicht immer auf den ersten Blick an, unterstrich Cornelia Mence. "Aus den Stöckle vor 15 Jahren sind stattliche Exemplare geworden", stellte Martin fest. "Es hat gut acht Jahre gedauert, bis dieses Projekt in der Öffentlichkeit Anerkennung gefunden hat", räumte Michael Mence ein.
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