Bischofsheim an der Rhön

30 Jahre Biosphärenreservat Rhön - ein Schrittmacher

Vor drei Jahrzehnten wurde die Rhön als Biosphärenreservat anerkannt. Was sich seitdem getan hat, lässt sich kaum in einen Artikel fassen.
Michael Heugel, Vorsitzender des deutschen MAB-Nationalkomitees beim Bundesumweltministerium, hat dem Biosphärenreservat Rhön zu 30 Jahren Unesco-Anerkennung gratuliert.       -  Michael Heugel, Vorsitzender des deutschen MAB-Nationalkomitees beim Bundesumweltministerium, hat dem Biosphärenreservat Rhön zu 30 Jahren Unesco-Anerkennung gratuliert.
Foto: Arnulf Müller (links), Michael Heugel | Michael Heugel, Vorsitzender des deutschen MAB-Nationalkomitees beim Bundesumweltministerium, hat dem Biosphärenreservat Rhön zu 30 Jahren Unesco-Anerkennung gratuliert.

Besondere Grußbotschaft aus Bonn: Michael Heugel, Vorsitzender des deutschen MAB-Nationalkomitees beim Bundesumweltministerium , hat dem Biosphärenreservat Rhön zu 30 Jahren Unesco-Anerkennung gratuliert. Die Rhön habe als Modellregion einen festen Platz im Weltnetz gefunden - es gelte nun, die öffentliche Wertschätzung des Biosphärenreservats und seiner Leistungen noch weiter zu erhöhen, schreibt er.

Das MAB-Nationalkomitee ist in Deutschland für die Umsetzung und Fortentwicklung des weltweiten Unesco-Programms "Man and the Biosphere" (Der Mensch und die Biosphäre, MAB) verantwortlich, das vor 50 Jahren in Kraft getreten ist. Auf Grundlage nationaler Kriterien prüft das Komitee Anträge auf Anerkennung neuer Biosphärenreservate und ist zudem für die Evaluierung der bestehenden Biosphärenreservate verantwortlich. Jedes Biosphärenreservat wird alle zehn Jahre evaluiert - die Rhön bereitet sich schon jetzt auf die nächste Prüfung in den Jahren 2023/2024 vor. Als Grundlage hierfür wird länderübergreifend erstmalig ein Nachhaltigkeitsbericht erarbeitet, der unter anderem den Fortschritt in der Umsetzung des Rahmenkonzepts untersucht.

In einer Pressemitteilung des Biosphärenreservats wird Heugel zitiert: "Das Biosphärenreservat Rhön hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten auch mit Unterstützung des Bundes einen hervorragenden internationalen Ruf im Weltnetz der Biosphärenreservate erarbeitet". Vertreter aus zahlreichen Ländern, zum Teil im Rahmen fester Partnerschaften, haben die Rhön besucht, um von den Erfahrungen bei der Umsetzung des MAB-Programms zu profitieren - darunter zum Beispiel Vertreter österreichischer, kanadischer und afrikanischer Biosphärenreservate .

Mit Dachmarke erfolgreich

Der erfolgreiche Aufbau der Dachmarke Rhön, damit verbunden eine "erhebliche Wertschöpfung in der Region", und ein hohes Niveau im Bildungsbereich mit etablierten Umweltbildungsstätten, die "starke Akzente bei der Bildung für nachhaltige Entwicklung setzen", seien Beispiele für die besondere Stärke der Rhön in der Erfüllung der Entwicklungsfunktion. "Das Biosphärenreservat Rhön ist einer der Schrittmacher unter den deutschen Biosphärenreservaten . Die Modellregion für nachhaltige Entwicklung im besten Sinne hat zu Recht einen festen Platz im Weltnetz." Diesen Ruf gelte es auch in den kommenden Jahrzehnten zu festigen und weiter auszubauen.

In seinem Grußwort dankt Heugel den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltungen und Vereine, den Landesregierungen sowie den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern im Biosphärenreservat für die "wirklich intensive Kommunikation des MAB-Gedankens in ihren Städten und Gemeinden", den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Naturfreunden , "die die Rhön schon vor der Wende schützten, sie pflegten, hegten und entwickelten", und den Bürgerinnen und Bürgern für die Umsetzung des MAB-Gedankens. "Gemeinsam haben Sie es geschafft, die Rhön als Modellregion für nachhaltige Entwicklung auszubauen und ihr Potential zu vervielfachen. Ich bin überzeugt, dass dieses nationale Erbe auch für zukünftige Generationen erhalten bleibt."

Das vollständige Grußwort lesen Sie auf www.biosphaerenreservat-rhoen.de

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