Singenrain

40 Jahre aktiv dabei

Die drei Feuerwehren der Marktgemeinde ehrten bei einer Feier langjährige Feuerwehrmänner im Dienst.
Singenrainer Musikanten, sie sind der Freiwilligen Feuerwehr Singenrain angegliedert, spielten vor dem Feuerwehrhaus. Fotos: Isabell Gerr
Singenrainer Musikanten, sie sind der Freiwilligen Feuerwehr Singenrain angegliedert, spielten vor dem Feuerwehrhaus. Fotos: Isabell Gerr
Die drei Wehren der Marktgemeinde Schondra haben sich in Singenrain zum Florianstag zusammengefunden. Welch zentraler Bestandteil die freiwillige Feuerwehr in der Marktgemeinde spielt, zeigte, dass an jenem Abend sechs Männer, für 40 Jahre und zwei für 25 Jahre aktiven Dienst geehrt wurden.
So wurden an diesem Abend, Rainer Förg und Dirk Schuhmann, aus Schondra, für 25 Jahre aktiven Dienst geehrt. Der erste Kommandant von Schondra, Harald Schüssler, betonte, dass beide ein glänzendes Vorbild für die Jugend seien. "Das sind zwei, die Feuerwehr vormachen und vorleben." Beide ließen sich innerhalb der Feuerwehr weiterbilden, sei es als Atemschutzgeräteträger, oder Gruppenführer. Ebenso, übernehmen sie vielfältige Dienste, zum Beispiel die Betreuung der Damengruppe, oder die Ausbildung der angehenden Feuerwehrleute.
Oskar Gerlach, aus Schönderling, der 18 Jahre lang im Vorstand war und immer ein aktiver Part in Schönderling übernommen hat, wurde für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt. Ottmar Martin und Karl-Heinz Metz aus Schondra leisten ebenfalls schon seit 40 Jahren aktiven Dienst. Aus Singenrain wurden Reiner Morshäuser, Armin Vogler sowie Hans Kober geehrt.
Armin Vogler war zwölf Jahre lang Kassier der freiwilligen Feuerwehr und Reiner Morshäuser leistet seit 2002 seinen Dienst als Truppführer. Hans Kober wurde vom ersten Kommandanten Roland Müller als richtiger Härtefall bezeichnet. "Es wäre leichter zu sagen, was er nicht gemacht hat, als das aufzuzählen, was er alles für die Feuerwehr getan hat." Von 1990-1996 war er 2. Kommandant von Singenrain. Anschließend, bis 2008, war er Vorsteher der Singenrainer Wehr und leistet auch jetzt noch als Ehrenkommandant ungebrochen aktiven Dienst. Neben vielen technischen Neuerungen, die er einführte, sei er auch jetzt noch darum bemüht, der Jugend eine fundierte Ausbildung zu geben. Nach seiner Ehrung betonte Hans Kober, dass das alles aber nur möglich sei mit einer starken und klugen Frau im Hintergrund, die die Leidenschaft für die Feuerwehr und die Gemeinschaft unterstützt.
Zu Beginn der Feierlichkeiten hielt Diakon Horst Conze einen Festgottesdienst in der Kirche Maria von Fatima Singenrain. Dieser begeisterte noch nachwirkend alle Beteiligten, so dass bei den unterschiedlichen Festreden immer wieder Bezug darauf genommen wurde.
In seiner Eröffnungsrede bezog sich der Kommandant von Singenrain, Roland Müller, auf die Vita des heiligen Florian, der in der römischen Armee diente, und dessen Todestag auf den 4. Mai 304 datiert wird. Er betonte, dass es gerade für kleine freiwillige Feuerwehren wie Singenrain eine große Herausforderung sei, trotz geringer Einsatzzeiten stets am Ball zu bleiben. Daher sind die Eckpfeiler einer funktionierenden Wehr eine gute und fundierte Ausbildung, als auch viele Übungen, über das Jahr verteilt.


Sinnvolle Freizeitgestaltung

Einen etwas anderen Blickwinkel auf die Arbeit der Feuerwehrleute zeigte Beatrix Lieb, stellvertretende Bürgermeisterin, auf. "Wenn ich an Feuerwehr denke, denke ich nicht an das große Auto, oder an B- und C- Schläuche, sondern an Gemeinschaft." Das beste Beispiel sei hierfür Singenrain. Auch wenn man von außen belächeln kann: "Die haben ja nur die Feuerwehr", so baut sich darauf alles auf. "Sie haben eine große und intakte Musik, stellen Feste auf die Beine und finden immer Leute, um so einen Abend feierlich zu gestalten." Gerade in der heutigen Zeit sei es sehr schön, dass der Jugend eine sinnvolle Freizeitgestaltung geboten werde, über das Jugendalter hinaus, sagte Lieb.
Auch Landrat Thomas Bold sieht die freiwillige Feuerwehr als Anknüpfungspunkt an eine funktionierende Dorfgemeinschaft. Er betonte "ohne das Ehrenamt könnte ein Brandschutz in unserem Landkreis nicht gewährleistet werden". Daher beteilige sich der Landkreis sowohl an größeren Anschaffungen für Feuerwehrautos, als auch an einer qualifizierten Ausbildung.

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