Schondra

A7 im Kreis Bad Kissingen: Lkw kommt von Fahrbahn ab und kippt um

Ein Lastwagenunfall brachte die Rhönautobahn zwischen Wildflecken und Oberthulba über den ganzen Mittwoch in den überregionalen Verkehrsfunk.
Auf der A7 im Kreis Bad Kissingen ist am Mittwochmorgen ein Lkw von der Fahrbahn abgekommen und umgekippt. Die Bergung mit Sperrung der rechten Fahrspur Richtung Würzburg dauert voraussichtlich bis 15 Uhr. Foto: Ralf Ruppert
Auf der A7 im Kreis Bad Kissingen ist am Mittwochmorgen ein Lkw von der Fahrbahn abgekommen und umgekippt. Die Bergung mit Sperrung der rechten Fahrspur Richtung Würzburg dauert voraussichtlich bis 15 Uhr. Foto: Ralf Ruppert
Ein Lastwagenunfall brachte die Rhönautobahn zwischen Wildflecken und Oberthulba über den ganzen Mittwoch in den überregionalen Verkehrsfunk. Ein 40-Tonner war gegen 4.50 Uhr von der Fahrbahn abgekommen und neben der Fahrbahn umgekippt. Danach musste die Fracht umgeladen, der ausgelaufene Diesel gebunden, das Fahrzeug geborgen und Erdreich abgegraben werden.

Für die umständliche Bergung war über viele Stunden die rechte Fahrspur Richtung Würzburg gesperrt. Der Hinweis auf durchschnittlich fünf Kilometer Stau ließ zahlreiche Autofahrer auf die Landstraßen in der Region ausweichen. Den Schaden schätzt die Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck auf 100 000 Euro. Der 42-jährige Lkw-Fahrer war mit seinem Sattelzug aus Unachtsamkeit nach rechts von der Fahrbahn abgekommen.

Der Zug fuhr zunächst 50 Meter über den Randstreifen neben der Fahrbahn und kippte dann auf die Böschung. Der rumänische Fahrer befreite sich unverletzt aus der Fahrerkabine. Bevor der total zerstörte Lastwagen aufgerichtet und aufgeladen werden konnte, mussten 17 Tonnen Aluplatten umgeladen werden. Beim Unfall wurde der Fahrzeugtank aufgerissen und die Böschung auf 50 Meter mit Diesel verseucht.

Die Alarmierung der Feuerwehren Bad Brückenau und Schondra hatte am Morgen Schlimmstes befürchten lassen. In den ersten Durchsagen war von einem Gefahrgutunfall die Rede. Im Grenzbereich zum Wasserschutzgebiet Thülbingsgrund hätte dies ernste Konsequenzen für die Oberthulbaer Wasserversorgung haben können. Angespannt rückten 15 Wehrmänner aus Bad Brückenau und zehn aus Schondra zur Unfallstelle aus. Doch an Ort und Stelle war die Lage nicht ganz so brisant. Ein 100-Liter-Fass mit einem umweltgefährdenden Stoff auf der Pritsche des Lasters war bei der Havarie völlig unversehrt geblieben. Dass es ordnungsgemäß beschriftet war, nahmen die Einsatzkräfte wohlwollend zur Kenntnis.

Die Feuerwehrler richteten nun ihre volle Aufmerksamkeit auf auslaufendes Diesel- und Motorenöl. Bei der Rutschpartie des Sattelzuges auf der Böschung waren beide Tanks aufgerissen worden.

Durch das rasche Errichten einer Ölsperre konnte ein Großteil des Öls in der Ablaufrinne neben der Autobahn abgepumpt werden. Nach Schätzungen eines Feuerwehrmannes verteilten sich auf 20 Meter Rinne rund 1000 Liter Öl. "Zum Glück gab es an dieser Stelle keinen Ablauf ins Erdreich", kommentierte der Helfer die Lage. Mit Reinigung der Werkzeuge am Gerätehaus hinterher waren die Feuerwehrler rund viereinhalb Stunden im Einsatz.

Auch das Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen schätzt die Auswirkungen weniger dramatisch ein. "Ein Gewässer ist nicht betroffen", bilanzierte eine Sprecherin. Allerdings dauerte es Stunden, bis die Behörde einen Überblick über die Menge des ausgelaufenen Öls hatte. Einer der beschädigten Tanks war unter dem Wrack begraben. In Grenzen hält sich nach Einschätzung der Behörde das Öl, welches neben der Ablaufrinne in den Boden einsickerte. Dennoch müsse Erdreich ausgehoben werden, allerdings wohl nicht in Metertiefe. Ein Fuchsstädter Bergungsunternehmen beseitigte den demolierten Lastwagen.

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