BAD KISSINGEN

Ärger über Umweg

Kissinger Taxifahrer sind verärgert. Ursache dafür ist nicht die Sperrung der Max- und Von-Hessing-Straße an sich, sondern dass die Stadtbusse der Linie 4 und 8 durch die Ludwigstraße fahren dürfen, die Taxis aber nicht.

Wer vom Taxistand an der Boxbergerapotheke etwa zum Postamt will, müsse derzeit einen fünf Kilometer langen Umweg in Kauf nehmen, ist Stephan Kating sauer. Die Fahrt geht über den Tattersallparkplatz bis ans Ende der Salinenstraße kurz vor der Nordbrücke, dann zurück über den Ring und runter zum Postamt, beschreibt Kating die Route.

Statt der üblichen 4,50 Euro müsse der Fahrgast dann elf Euro zahlen. Und das, so Kating, habe ihm am Mittwoch fünf Fahrten gekostet, einem Kollegen sogar zehn. Schließlich machen sie die Fahrgäste auf diesen unfreiwilligen Umweg und die damit verbundenen Mehrkosten aufmerksam.

Stephen Kating hat sich deshalb am Mittwoch ans Ordnungsamt gewandt, in der Hoffnung, dass auch Taxis durch die Ludwigstraße fahren dürfen, solange Max- und Von-Hessing-Straße asphaltiert werden. Das soll bis Freitagnachmittag dauern.

Die Antwort aus dem Ordnungsamt kam am Donnerstag per E-Mail, sagte Kating, leider mit einer abschlägigen Antwort. Aus Sicherheitsgründen könne dem Wunsch nicht entsprochen werden, heißt es sinngemäß in der Antwort. In Absprache mit der Polizei sei das Sicherheitsrisiko zu groß.

Stephan Kating fühlt sich benachteiligt und von der Stadt nicht wahrgenommen. „Wir werden ignoriert“, meint er. Dabei seien die Taxis doch auch ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Personenverkehrs.

Dem stimmt Pressesprecher Thomas Hack zu. „Die Taxis haben eine wichtige Rolle beim Personenverkehr“, unterstreicht er. Allerdings verweist er auf eine dreitägige Sondersituation, bei der man Stadtbusse und Taxis nicht gleichsetzen könne. Die Busse befahren zu bestimmten Zeiten eine bestimmte Linie, während die Taxis nach keinem Fahrplan und damit unkontrolliert durch die Fußgängerzone fahren würden. Das wäre ein hohes Sicherheitsrisiko, weshalb auch die Polizei absolut dagegen sei.

Für die Fußgängerzone gibt es ein generelles Fahrverbot. Ausnahmen gibt es für den Lieferverkehr bis 10 Uhr und generell für das Rote Kreuz. Aber im begründeten Einzelfall, etwa eine Krankheitssituation, erteile das Ordnungsamt eine Ausnahmegenehmigung, erklärte Thomas Hack. Und das sowohl für Taxis als auch für Private. Aber jeder Einzelfall werde besprochen und geprüft.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Ursula Lippold
  • Ordnungsämter
  • Polizei
  • Postämter
  • Rotes Kreuz
  • Sicherheitsrisiken
  • Thomas Hack
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
1 1
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!