Bad Kissingen

Allgemeiner Wunsch nach Wiederholung

Das Deutsche Musiktreffen 60plus 2016 ist Geschichte. Es ist mit einer von allen Teilnehmern gestalteten Abschlussfeier im Regentenbau zu Ende gegangen.
Beim Gottesdienst in der Erlöserkirche. Foto: Wilko Gulden
Beim Gottesdienst in der Erlöserkirche. Foto: Wilko Gulden
Eindrucksvoller Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung war das von rund 500 Instrumentalisten und Sängern vorgetragene Potpourri aus Deutschen Weisen, das der Projektleiter des Deutschen Musiktreffen 60plus, Hans-Walter Berg (85) selbst dirigierte.

Das Parkett des Großen Saals war in diesem außergewöhnlichen Konzert den Ausführenden vorbehalten, während das Publikum auf dem Balkon lauschte. Zuvor hatten die 90 Bläser, die 70 Akkordeonisten und die über 200 Sänger jeweils als eigene Einheiten musiziert; zu dem Potpourri aus Deutschen Weisen kamen dann noch 80 Zupfer hinzu.

Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Chor- und Orchesterverbände, Ernst Burgbacher, dankte Moderator Lorenz Overbeck und allen beteiligten Musizierenden, dem Organisationsteam um Hans-Walter Berg und allen Unterstützern für das "fantastische Wochenende". 2. Bürgermeister Anton Schick und Kurdirektor Frank Oette betonten in ihren Reden, dass das Deutsche Musiktreffen 60plus wie kaum eine andere in den Kurort passe. Alle Redner äußerten den Wunsch, die gelungene Zusammenarbeit fortzusetzen.


Umfassender Überblick

Schon das Eröffnungskonzert am Freitagabend hatte die ganze Bandbreite des Amateurmusizierens geboten: Zunächst gestalteten je ein Akkordeon-, Blas, Streich- und Zupforchester sowie ein Frauenchor, ein Männerchor und ein gemischter Chor in individuellen Vorträgen ein buntes Programm, bevor am Ende alle zusammen ein eigens für diesen Anlass arrangiertes Final Medley aus beliebten Melodien zum Besten gaben.

Ernst Burgbacher machte deutlich, dass es sinnvoller sei, von den Chancen einer länger lebenden Gesellschaft zu sprechen als immer nur die Risiken des demografischen Wandels zu beklagen. Dr. Thomas Goppel, Präsident des Bayerischen Musikrats und Vorsitzender der Senioren-Union Bayern, zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der hier präsentierten Musik.


Viele praktische Angebote

Den Samstag über zeigten 21 Chöre und Orchester aus allen Sparten in jeweils halbstündigen Vorträgen ihr Können, das Publikum konnte den eigenen Vorlieben entsprechend zwischen Wandelhalle und Kurtheater wechseln. Unter professioneller Anleitung konnten die Teilnehmer den ganzen Tag über zu instrumentalen Grundübungen und offenem Singen bzw. Orchesterspielen zusammenkommen. Auch die Teilnehmenden des Stimmbildungsangebots von Rika Eichner bekamen neue Impulse. Kerstin Jaunich zeigte in ihrem Workshop "Musikrelevante Veränderungen im Alter" Möglichkeiten, mit altersbedingten Gunter Kreutz befasste sich in seinem Vortrag "Frische Zellen nach Noten" mit der Frage, was man tun kann, um sich möglichst lange geistige und körperliche Vitalität zu erhalten und welchen Beitrag Musik dazu leisten kann.

Auch der ökumenische Gottesdienst in der vollbesetzten Erlöserkirche stand am Sonntagmorgen ganz im Zeichen der Musik. Pfarrerin Christel Mebert gestaltete ihn gemeinsam mit Ursula Summa von der katholischen Kurseelsorge. Unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Jörg Wöltche erklang ein vielstimmiges Schöpfungslob der mit dem Kammerorchester Bad Kissingen spielenden Musikerinnen und Musiker sowie der gemeinsam mit der Kirchengemeinde singenden Sängerinnen und Sänger.

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