BAD KISSINGEN

Altes Rathaus: Tourist-Info zieht aus

Kissingens Altes Rathaus hat wegen seiner zentralen Lage große Bedeutung als Anlaufstelle. Foto: Siegfried Farkas

Das Alte Rathaus von Bad Kissingen ist in seiner langen Geschichte schon auf viele Arten genutzt worden. Es war nicht nur Amtssitz von Bürgermeistern und Tagungsort von Stadträten, sondern auch Markthalle, Post, Telegraphenstation und Polizeiwache. Aktuell dient es als Anlaufstelle für Touristen, Kurgäste und Kulturbeflissene. Doch das wird sich demnächst wieder einmal ändern.

Offizielle Bestätigungen dafür stehen zwar noch aus. Stadt und Staatsbad GmbH äußerten sich am Donnerstag auf Anfrage überhaupt nicht dazu und verwiesen stattdessen unisono auf eine Pressekonferenz in knapp zwei Wochen. Verlässliche inoffizielle Quellen bestätigen aber, dass die Staatsbad GmbH ihre seit Jahren im Erdgeschoss angesiedelte Kur- und Touristinformation aus dem Gebäude am Marktplatz abziehen will.

Statt bisher zwei werde es danach nur noch eine Anlaufstelle für die Gäste geben: die Touristinformation im Arkadenbau. Diese wird dem Vernehmen nach baulich etwas umgestaltet und mit geänderten Öffnungszeiten ausgestattet.

In welchen Zeiträumen mit der Aufrüstung im Arkadenbau und dem Auszug aus dem Alten Rathaus zu rechnen ist, darauf gibt es bis jetzt noch keine Antwort. Außerdem ist das Fragezeichen, wie es grundsätzlich mit dem Alten Rathaus weitergehen soll, durch eine Hiobsbotschaft auf anderer Ebene zwischenzeitlich noch größer geworden.

Hiobsbotschaft

Die Hiobsbotschaft betrifft die seit einiger Zeit im Erdgeschoss geplante Vinothek für Weine aus dem Saaletal. Sie war bei der städtischen Haushaltsdebatte nebenbei noch für heuer angekündigt worden, steht aber zwischenzeitlich wieder in Frage. Der vorgesehene Betreiber ist abgesprungen, heißt es.

Eine offizielle Bestätigung gibt es auch dafür nicht. Aus dem Stadtrat sind aber nicht nur Stimmen zu vernehmen, die das Projekt Kreisvinothek damit für gescheitert halten. Das endgültige Aus bedeute die Absage nicht. Man müsse sich jetzt eben nach einem anderen Partner umsehen. Vielleicht gibt ja der Umstand, dass an der Pressekonferenz in knapp zwei Wochen laut Einladung auch der Landrat teilnehmen soll, Anlass für berechtigten Optimismus in dieser Hinsicht.

Jedenfalls wäre es fatal, wenn das Alte Rathaus im Erdgeschoss beide Nutzungen verlieren sollte: die bisherige und die geplante. Denn damit sind auch andere Aufgaben verbunden. Das zentral gelegene Gebäude gibt immer wieder eine attraktive Umgebung für Ausstellungen ab. Es wäre ein Verlust, wenn das nicht mehr möglich sein sollte. Dazu kommt eine profane, aber wichtige Funktion: die der öffentlichen Toilette. Vor allem bei Veranstaltungen wie dem Christkindlmarkt ist das für viele eine Erleichterung.

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