HAMMELBURG

Auf den Spuren der Vorfahren

Bert und Cathy Distelburger vor dem Haus ihrer Vorfahren in Oberthulba.
Bert und Cathy Distelburger vor dem Haus ihrer Vorfahren in Oberthulba. Foto: FOTO Mence

(si) Auf den Spuren ihrer Vorfahren wandelten Bert und Cathy Distelburger aus New York im Altlandkreis Hammelburg. Bert Distelburger ist der Sohn beziehungsweise Enkel von Ludwig und Seligmann Distelburger, die bis 1938 ein Viehhandelsgeschäft in der Ledergasse 21 in Oberthulba betrieben. Durch die rechtzeitige Warnung eines Polizisten, bevor im Oktober 1938 die Pässe der jüdischen Bürger eingezogen und mit dem Juden-Stempel gekennzeichnet wurden, gelang damals Vater und Sohn die Flucht nach USA.

Bert Distelburger kann sich lebhaft an seine Kindheit in New York erinnern, als viele Emigranten sein Elternhaus besuchten, die nur in Ausnahmefällen in der fremden Welt zu Wohlstand gekommen waren.

Das erste Ziel der Besucher aus den Staaten war der Friedhof in Pfaffenhausen, wo sie die Gräber der Urgroßeltern und anderer Vorfahren besuchten. Die Grabsteine von sechs Personen der Distelburger Familie sind dort noch zu finden.

Der nächste Anlaufpunkt war Oberthulba und zwar das Distelburger-Haus in der Ledergasse. Obgleich sich das Haus und die Ledergasse sehr verändert haben, zeigten sich Bert und Cathy Distelburger sehr bewegt. Auch der naheliegende Wäscheplatz an der Thulba, an dem über Jahrhunderte die Distelburger- Frauen Schwerarbeit leisteten, war von großem Interesse. Am Kriegerdenkmal konnte das Ehepaar dem im Ersten Weltkrieg gefallenen Max Distelburger gedenken.

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