Bad Kissingen

Bad Kissingen: Von Heiligenfeldern angestoßene Liste darf wohl antreten

Die Bürgerliste Zukunft Bad Kissingen hat wohl genug Unterschriften bekommen, um bei der Stadtratswahl antreten zu können. Die offizielle Bestätigung fehlt allerdings noch.
Aus den Auseinandersetzungen der Heiligenfeld GmbH mit der Stadt entstanden, hat sich die Bürgerliste nach eigenem Bekunden vom Unternehmen unabhängig gemacht. Jetzt darf sie voraussichtlich bei der Stadtratswahl im März antreten. Foto: Siegfried Farkas

So wie es aussieht, können sich Bad Kissingens Bürgerinnen und Bürger bei der Stadtratswahl am 15. März zwischen insgesamt neun Listen entscheiden. Acht standen bereits vor knapp zwei Wochen fest: CSU, Bündnis90/Die Grünen/Bürger für Umwelt und ÖDP, die Freien Wähler, die AfD, die SPD, die FDP, die DBK und die Linke  wussten, dass ihre Wahlvorschläge zugelassen werden. Die Bürgerliste Zukunft Bad Kissingen musste erst noch abwarten, ob die von ihr als Neugründung geforderten 190 Unterstützerunterschriften zusammenkommen.

Nun, es hat offenbar gereicht. Von der Stadt Bad Kissingen gab es zwar auch nach Ablauf der bis Montagmittag laufenden Frist für die Unterschriften noch keine Auskunft in der Sache. Das Rathaus will sich erst nach einer Sitzung des Wahlausschusses am Dienstag äußern. Die Bürgerliste selbst hat aber verlässliche Informationen, dass über 200 und damit genügend Unterschriften geleistet worden sind. Das bestätigte Vorsitzender Michael Lang auf Anfrage.

Neun Kandidaten bereits bekannt

Eine vollständige Kandidatenliste kann die Bürgerliste Zukunft Bad Kissingen noch nicht vorweisen. Wie Lang erklärte, diskutieren die Beteiligten noch, wie es da "genau weitergeht". Einen Anfang hat die Initiative aber bereits gemacht. Auf ihrer Homepage stellen sich schon seit einer Weile neun Frauen und Männer vor, deren Namen die Wahlberechtigten auf der förmlichen Kandidatenliste für die Stadtratswahl vorfinden sollen. Dabei handelt es sich um Michael Lang, Carsten Ernst, Georg T. Hayer, Stephan Greb, Karin Krüger, Birgit Winzek, Dieter Griff, Oliver Rüger und Udo Dickhage. Michael Lang geht davon aus, dass die Liste noch länger wird.

Voll ausgenutzt wären die Möglichkeiten einer Liste für die Stadtratswahl mit 30 verschiedenen Kandidaten. Genau so viele Ratssitze sind am 15. März in Bad Kissingen nämlich zu besetzen. Es sind aber auch Listen mit einer geringeren Zahl an Bewerbern möglich. Diese können dann bis zu dreifach aufgeführt werden.

Nach Auseinandersetzungen mit der Stadt entstanden

Hervorgegangen ist die Bürgerliste Zukunft Bad Kissingen bekanntlich aus einem Kreis, der sich nach einer Reihe von Auseinandersetzungen der Heiligenfeld GmbH mit der Stadt Bad Kissingen bildete. Anfang November erklärte Michael Lang die inzwischen zum eingetragenen Verein gewordene Initiative für völlig unabhängig von der Heiligenfeld GmbH.

Rein von den Personen her, ist diese Unabhängigkeit auf den ersten Blick aber nicht so ohne Weiteres zu erkennen. Drei der neun bis jetzt benannten Personen, neben Lang selbst sind das Stephan Greb und Birgit Winzek, gehören dem Vorstand der Heiligenfeld GmbH an. Und 2. Vorsitzender Carsten Ernst ist Geschäftsführer von Bömmel Bau, das ebenfalls zur Unternehmensgruppe der Heiligenfelder zählt. Kandidat oder Kandidatin der Bürgerliste Zukunft Bad Kissingen sei man aber nicht als Geschäftsführer oder Mitarbeiter der Unternehmensgruppe Heiligenfeld, betont Michael Lang, sondern als Kissinger Bürger.

Keine politisch-ideologischen Vorstellungen

Grundsätzlich sei die Initiative aus Erfahrungen verschiedener Menschen im Umgang mit der Stadt entstanden. Schon Anfang November hatte Lang dazu erklärt, die Bürgerliste Zukunft Bad Kissingen verfolge keine politisch-ideologischen Vorstellungen. Und sie wolle auch „keine Ideologien unterstützen oder verbreiten.“ Die Initiative der Bürgerliste richte sich einzig und allein auf Bad Kissingen. Voraussetzung sei, wiederholte Lang nun, dass keiner in irgendeiner anderen Partei oder Wählergruppe aktiv sei.

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