Bad Kissingen

Bad Kissingen: Warum der Klaushof jetzt noch schöner wird

In dem rund 30 Hektar großen Wildpark sind gerade Baumaßnahmen im Gange. Zudem soll es in absehbarer Zeit eine Art Baumhaus als Aussichtsplattform geben.
Im Bad Kissinger Wildpark wird das Wege-System neu gestaltet. Im Bild Leiter Axel Maunz. Foto: Isolde Krapf

Wer in diesen Tagen an den Tiergehegen entlangläuft, mag sich wundern: An mehreren Stellen sind Baumaschinen in Betrieb, und es werden einzelne neue Wege frei geschoben. Viele fragen sich wahrscheinlich, was es damit auf sich hat.

"Wir wollen die Wege optimieren", sagt Stadtförster Axel Maunz. Denn was zu Beginn der 1970er Jahre im Klaushof angelegt wurde, müsse man heute überdenken. Es sind nämlich sehr steile Wege dabei. "Für Besucher, die einen Kinderwagen dabei haben oder Menschen, die im Rollstuhl durch den Park geschoben werden müssen, ist ein Spaziergang hier sehr mühsam", sagt Maunz.

Die Weidenstämme deuten es bereits an: Hier soll eine Aussichtsplattform entstehen. Foto: Isolde Krapf

Einige Wege abflachen

Deshalb sollen die steilen Wege nach und nach abgeflacht werden. 2019 begann man mit der Maßnahme, die nach Abschluss so manchem Gast des Wildparks zur besonderen Freude gereichen soll. Im Wildpark ist aber noch mehr geplant. "Wir wollen, dass die Besucher in absehbarer Zeit die Tiere nicht mehr durch den Zaun hindurch beobachten müssen, sondern dass sie einen freien Blick von oben haben, beziehungsweise auf Augenhöhe mit den Tieren sind."

Aus diesem Grund entsteht gerade in Nähe des Rotwild-Geheges eine Aussichtsplattform, auf der Familien mit ihren Kindern die Tiere ohne Barrieren beobachten können. "Es soll eine Art Baumhaus werden." Die Anfänge kann man bereits sehen: Sechs Weidenstämme wurden im Sommer 2018 in den Boden eingegraben. Inzwischen sind sie angewachsen und treiben aus, sagt der Wildparkleiter. "Sie werden dann Kronen bilden, so dass die Plattform einwächst."

Das neu entstandene Biotop für die Rauhfuß-Hühner. Foto: Isolde Krapf

Auch Rückzugsort für Amphibien

Apropos Veränderungen. Seit einiger Zeit gibt es eine neue Feuchtraum-Fläche für die Rauhfuß-Hühner. Die Vögel aus der Familie der "Fasanenartigen" hatten nämlich bislang nur ein Freigehege als Lebensraum. Jetzt wird für sie alles viel angenehmer, weil sie in einem 2000 Quadratmeter großen Biotop eingebunden sind, erklärt Maunz.

Das bereits dicht bewachsene Feuchtraum-Areal hat aber noch einen weiteren Vorteil: Das Wasser, das bei Regen und Schneefällen vom Berg des Wildparks herunter in Richtung Saale lief, wird nun durch das Biotop gehalten. "Es entsteht auf lange Sicht dann dort auch ein Rückzugsort für Amphibien."

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