Oerlenbach

Bald bessere Feldwege im Oberen Werntal?

In den Gemeinden der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal sollen die wichtigsten Feldwege breiter und für schwere Fahrzeuge tauglich gemacht werden. Inwieweit sich Oerlenbach konkret eingliedert, wird noch beraten.
Die zehn Gemeinden der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal haben beschlossen, den landwirtschaftlichen Wegeausbau zu unterstützen. Zur Allianz Oberes Werntal gehören Bergrheinfeld, Dittelbrunn, Euerbach, Geldersheim, Niederwerrn, Oerlenbach, Poppenhausen, Waigolshausen, Wasserlosen und Markt Werneck.
Über das Amt für Ländliche Entwicklung (Würzburg) soll ein Konzept gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft "Dorfschätze" in Auftrag gegeben werden. Die Lösung im Verbund bringt Kostenvorteile und fördert den Erfahrungsaustausch. Mit der Ausführung der Pläne beauftragte die Allianz das Büro des Bayerischen Bauernverbands "LandSiedlung".
Die stete Modernisierung und Optimierung der Landwirtschaft sorge dafür, dass immer größere Maschinen im Einsatz sind, so die Allianz. Die Flurwege, die wichtig sind, damit die Landwirte ihre Felder schnell erreichen, seien häufig noch nicht an diese neuen Bedingungen angepasst. Auch Freizeit, Tourismus und Energiewirtschaft stellten immer neue Anforderungen an das bestehende Wegenetz.

Bis zur Breite von 3,50 Metern

Nun gibt es - neben der Flurbereinigung - ein weiteres Konzept zur Förderung des Wegeausbaus. Da können, mit einer entsprechenden Konzeptgrundlage, auch Wege bis zu einer Breite von 3,50 Metern gefördert werden. Bislang gab es das nur für eine Breite von drei Metern.
Das Kernwirtschaftswegenetzkonzept analysiert den Wegebestand, gibt Empfehlungen zur Sanierung beziehungsweise einem weiteren Ausbau und ist grundsätzlich Voraussetzung für die Förderung.

Enger Dialog

"Wir schaffen eine Grundlage für zukünftige Investitionen", sagte Erster Bürgermeister Anton Gößmann, dessen Gemeinde Wasserlosen das Kernwegenetz federführend im Oberen Werntal begleitet. Die Gemeinden können mit einer Förderung von 75 Prozent für die Konzepterstellung und von bis zu 85 Prozent Anschlussförderung für den Wegebau vom Amt für Ländliche Entwicklung rechnen. Wird ein Kernweg entsprechend dem Konzept ausgebaut, fließt aufgrund der interkommunalen Abstimmung ein Bonus der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) mit ein.
Das Konzept soll in engem Dialog zwischen Kommunen, Landwirten, Jagdgenossenschaften, Flurbereinigungsgenossenschaften, Forstbereich, Unterer Naturschutzbehörde sowie Zuckerrübenrodegemeinschaften und betroffenen Fachstellen erstellt werden.
In diesem Frühjahr werden die Planungen beginnen. "Wir hoffen auf eine gute Beteiligung", sagte Bürgermeister Anton Gößmann. Nur so könnten die wichtigen, übergreifenden Wege im Konzept als Kernwege identifiziert werden.
Inwieweit sich Oerlenbach konkret eingliedert, wird noch beraten. "Da müssen konkrete Auflagen erfüllt werden, vor allem die Wegebreite, die wir vielfach nicht haben und erst mit Grunderwerb zu schaffen sind", betonte Manfred Greubel in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.

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