RIEDENBERG/GERODA

Besichtigungs- und Spielobjekt

Eine Station der Architektouren: Die Naturerlebniswelten am Berghaus Rhön, hier getestet von Luciane Schmidt bei der Eröffnung 2011.
Eine Station der Architektouren: Die Naturerlebniswelten am Berghaus Rhön, hier getestet von Luciane Schmidt bei der Eröffnung 2011. Foto: E. Herdt

Die Bayerische Architektenkammer lädt am letzten Juni-Wochenende zum 17. Mal zu ihren „Architektouren“ ein. Die alljährliche Leistungsschau bayerischer Architektur, Stadtplanung, Landschafts- und Innenarchitektur im Rahmen der bundesweiten Aktion „Tag der Architektur“ lädt zu Blicken hinter sonst zum Teil verschlossene Türen und zu informativen Gespräche mit Architekten und Bauherren ein.

In diesem Jahr ist auch der Altlandkreis Bad Brückenau mit einem Objekt dabei: den Naturerlebniswelten am Berghaus Rhön. Das Spielgelände für Kinder und Jugendliche war Ende Mai 2011 seiner Bestimmung übergeben worden. Entworfen hatte den Spielplatz das Büro Land und Plan in Wartmannsroth, in Zusammenarbeit mit der Ochsenfurter Spielbaustelle um Matthias Sauer. Gebaut hat den Spielplatz der Verein Natur- und Biosphärenreservat Bayerische Rhön.

Das Spielgelände am Berghaus Rhön ist immer zugänglich. Am Samstag und am Sonntag werden im Rahmen der Architektouren jeweils von 14 bis 18 Uhr Ansprechpartner des Büros Land und Plan aus Wartmannsroth vor Ort sein, die Konzept und Umsetzung des Projekts erläutern.

Projektidee war die Entwicklung und der Bau einer Natur-Erlebnis-Landschaft im sensiblen Bereich um das Berghaus Rhön, die frühere Kantine eines längst aufgelassen Basaltbergwerks, seit vielen Jahren ein beliebtes Ausflugsziel. Projektstationen sollten neben dem Spiel auch den Umgang mit der Natur, das Erfahren der Natur und die Betonung der Geschichte des Ortes darstellen.

„Jeder Platz, jeder Ort hat seinen genius loci, seinen Platzgeist“, heißt es im Planungskonzept. „Im Zusammenspiel der Kräfte und Energien – Werden und Sein, Sein und Vergehen – erlebt der Mensch sich als Teil der Natur. Das heißt er erkennt den Gestaltungsreichtum der Natur und weiß um seinen Einfluss auf die Entwicklung der Biosphäre.“ Dieser Lebens- und Erlebnisraum besitze ein Eigenleben, sei archaisch und verändere sich stetig, „ist nie streng geometrisch, hat Zufälle und Ungenauigkeiten“, so die Planer. „Sein Rhythmus ist die offene Struktur, Diese wechselt mit klarer Linienführung. Ein inspirierender Ort braucht dieses Spannungsfeld.“

Die Gestaltung der Erlebnislandschaft fußt auf drei Säulen, heißt es im Planungskonzept. Zum einen den Themenstationen, die sinnliche Erfahrungen vermitteln – Schwingen, Schweben, Klettern in den Baumkronen, Basalt zum Klingen bringen und mehr. Zum zweiten dem Zwischenraum, der nur eine geringfügige Inszenierung erlebt. Der Naturkreislauf bildet hier die Basis. Steine, Pflanzen und archäologische Phänomene werden freigelegt und offenbaren ihre Geschichte. Und drittens, den Außenbereichen, die in ihrem Zustand belassen wurden. Hier wirke die Natur als ihre eigene Bühne.

Die Liste aller Objekte, die heuer bei den Architektouren präsentiert werden, darunter auch die neuapostolische Kirche in Bad Kissingen, findet man unter architektouren.byak.de/byak.html

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