Bad Kissingen

Blick in die Burg des Johanniterordens

Die sechste "Fahrt ins Blaue" des Kreiskulturreferats hatte als erstes Ziel die ehemalige Burg des Johanniterordens in Büchold.
Die 1299 erstmals erwähnte Ordensniederlassung des ältesten deutschen Ritterordens geriet nach wenigen Jahren in finanzielle Not und wurde von den Grafen von Rieneck und 1364 von den Herren von Thüngen übernommen, die in der Reformation von ihrem Recht als Grundherren Gebrauch machten und das Luthertum einführten.

Nach etwa 200 Jahren mussten auch die Herren von Thüngen aufgeben und verkauften die Herrschaft 1596 an Dietrich Echter von Mespelbrunn, der als Verwandter des Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn wieder die katholische Religion einführte. Die Burg ging später auf andere Herren über, die die Burganlage verfallen ließen. 2007 übernahmen Brigadegeneral a.D. Henning Glawatz und seine Frau, die in Arnstein eine Brauerei betreibt, die Burg und renovierten diese aufwändig.

Auch nach Karlstadt

Nächstes Ziel war die zweitürmige Dorfkirche von Büchold, die die Familie Echter erweitern und innen 1622 mit einem reichen Blumendekor hat ausmalen lassen. Drittes Ziel war die Kreisstadt Karlstadt, durch die Kreisheimatpfleger Georg Büttner führte. Schwerpunkt war die reich ausgestattete Stadtpfarrkirche, der große Sitzungssaal des alten Rathauses war wegen einer Sondersitzung nicht zugänglich. Für den Glauber-Brunnen hatte nach Hinweis von Kreisheimatpfleger Werner Eberth auch der aus Aschach stammende Bildhauer Balthasar Schmitt einen Entwurf vorgelegt. Der aus Karlstadt stammende Richard Glauber war der erste große Apotheker und Chemiker, der Arzneimittel fabrikmäßig produzierte.

Nach dem Erfolg dieses Ausflugs wird es im Juni eine weitere "Fahrt ins Blaue" in südlichere Gefilde geben.

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