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Bogenschießen lockt Nachwuchs

Besondere Betreuung: Jugendleiter Hilmar Kleinhenz nimmt sich besonders der Kleinen in der Schützenjugend an. Hier bringt er dem siebenjährigen Maximilian Krenzer die Handhabung des Bogens und die richtige Körperhaltung beim Schießen bei. Foto: Hubert Breitenbach

18 Uhr – auf dem Bogenschieß-Platz neben dem Schützenhaus tummeln sich zehn jugendliche Bogenschützen. Sie bereiten ihre Sportgeräte fürs Training vor, assistiert und beobachtet vom erfahrenen Bogenschützen und Jugendleiter Hilmar Kleinhenz, von Schützenmeister Karl Bauer und Co-Trainer Peter Zimmermann.

Maximilian Krenzer, mit seinen sieben Jahren der jüngste unter der Bogenschützen-Jugend, nimmt heute zum dritten Mal am Training teil. Der Bogen überragt ihn beinah. Um ihn richtig handhaben zu lernen, kümmert sich Hilmar Kleinhenz besonders um ihn: Er ist ihm beim Anlegen der Pfeile behilflich und gibt ihm Ratschläge fürs richtige Zielen und die vorschriftsmäßige Körperhaltung vor dem Schuss. Als Anfänger darf er auf die 15 Meter entfernte Scheibe zielen. Schon der dritte Pfeil steckt im gelben Zentrum der Scheibe: „Prima, Maximilian.“ Der Junge ist sichtlich stolz auf seinen Treffer.

Handys ausgeschaltet

Die Älteren unter der Jugend werden von Peter Zimmermann betreut und von Karl Bauer beobachtet. Ein paar scheinen nicht ganz konzentriert. Bauer hat dafür kein Verständnis: „Wenn wir trainieren, sind wir ganz bei der Sache. Handys bleiben ausgeschaltet und achtet mir ja auf die Sicherheitsregeln am Platz!“ Er müsse sie öfters einmal an die Ordnung am Schießplatz erinnern, sagt er. Mit Butterbrot und Peitsche habe er bisher immer Erfolg gehabt, sagt er mit einem Lächeln auf den Lippen.

„Wo die Eltern dahinter stehen, ist mehr Zug da“, meint Hilmar Kleinhenz, und auf sein Kommando „Schuss“ fliegen alle zehn Pfeile Richtung Zielscheiben, die für die älteren unter den Jungschützen in bis zu 50 Metern Entfernung stehen. Auf ein weiteres Kommando des Trainers holen alle ihre Pfeile zurück. „Sicherheit ist das Wichtigste“, betont Kleinhenz. „Es darf absolut nichts passieren!“

Bogenschießen – ein Familiensport

Normalerweise fehle beim wöchentlichen Training niemand. Die Schule gehe aber immer vor, wenn eine Klassenarbeit ansteht. Bei dieser Gruppe seien mehrere Brüder dabei, und oft sind die Eltern selbst begeisterte Bogenschützen, sagt Kleinhenz. Mit dem Bogenschießen holen wir die Jugendlichen mindestens einmal in der Woche vom Computer, von der Couch vor dem Fernseher oder von der Straße weg, sagt Schützenmeister Karl Bauer, der die Erfahrung gemacht hat, besonders mit diesem Schießsport die Dorfjugend dem Schützenverein näher zu bringen. Das Ergebnis gibt ihm offenbar Recht: Die Wannigtal-Schützen haben keine Nachwuchssorgen.

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