Münnerstadt

Bürgermeisterwahl 2020 in Münnerstadt: Wer sind die Kandidaten?

Drei Männer und eine Frau bewerben sich in Münnerstadt um die Nachfolge von Helmut Blank (CSU), der nach zwei Amtszeiten nicht mehr als Bürgermeister kandidiert.
Um den Chefsessel im Münnerstädter Rathaus (rechts im Bild) bewerben sich diesmal drei Männer und eine Frau.
Um den Chefsessel im Münnerstädter Rathaus (rechts im Bild) bewerben sich diesmal drei Männer und eine Frau. Foto: Siegfried Farkas

In Münnerstadt werden nach einer Phase zum Teil heftigen Streits im Stadtrat bei der Kommunalwahl die Karten neu gemischt. Der Wettbewerb um die Nachfolge von Amtsinhaber Helmut Blank (CSU) ist dabei groß.

Wer kandidiert für das Amt des Bürgermeisters?

  • Michael Kastl (CSU/Neue Wege): Kastl ist 39 Jahre alt und Geschäftsleitender Beamter in Stadtlauringen.  Kastl gehört dem Kreisvorstand des Roten Kreuzes an, ist Vorsitzender der DJK Seubrigshausen und Beisitzer im Vorstand des Altstadtvereins Münnerstadt. Außerdem bekleidet Michael Kastl das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden beim CSU-Ortsverband Münnerstadt. Ere war auch schon Zweiter Bürgermeister und Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes, zog sich aber dann von diesen Ämtern zurück.
  • Andreas Trägner (Freie Wähler): Als Trägner 2017 Zweiter Bürgermeister von Münnerstadt wurde, hatte er sich längst entschlossen, bei der nächsten Wahl für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. „Weil ich die Zukunft Münnerstadts aktiv gestalten will“, sagt er dazu. Der 35-jährige Reichenbacher sieht im Falle einer Wahl große Herausforderungen auf sich zukommen. Dazu zählt er das Feuerwehrgerätehaus in Münnerstadt, die Generalsanierung der Mehrzweckhalle, die Sanierung des Jörgentores und der Zehntscheune.
  • Axel Knauff (SPD): Der 59-jährige gebürtige Dortmunder bringt als Dritter Bürgermeister der Lauerstadt ebenfalls kommunalpolitische Erfahrung mit. Wenn er gewählt werden sollte, will er seinem an Mahatma Gandhi angelehnten Wahlspruch folgen: Wer den Weg der Wahrheit geht, stolpert nicht. Er glaubt, auch der neue Bürgermeister werde kaum finanzielle Spielräume für die Stadt vorfinden. Trotz der angespannten Lage werde sich die Stadt aber auch um die Zehntscheune und das Jörgentor kümmern müssen.
  • Sonja Johannes (Die Partei): Auch wenn Die Partei eine Satirepartei ist – Sonja Johannes meint es ernst. Sie will die erste Bürgermeisterin in der Geschichte Münnerstadts werden. Eigentlich wäre es ihr lieber gewesen, erklärte sie bei der Vorstellung als Kandidatin, wenn ein Jüngerer angetreten wäre, „aber die studieren alle oder sind in Ausbildung“, sagt sie. Also rang sie sich durch: „Ich würde es machen.“

Wie ging die Wahl 2014 in Münnerstadt aus?

Vor sechs Jahren entschieden sich rund 60 Prozent der Wähler in Münnerstadt und seinen Stadtteilen für  den amtierenden Bürgermeister Helmut Blank (CSU). Rund 40 Prozent votierten damals für den von außen geholten Paul Merklein, Forum aktiv, Freie Wähler und SPD gemeinsam aufgestellt hatten. Das Besondere am Ergebnis der Bürgermeisterwahl damals: Merklein gewann damals fast alle Stimmbezirke der Kernstadt. In den Stadtteilen hatte Blank stets die Nase vorn.

Was wollen die Bürgermeisterkandidaten?

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3 Fragen an: Michael Kastl / Bürgermeisterkandidat Münnerstadt

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3 Fragen an: Andreas Trägner / Bürgermeisterkandidat Münnerstadt

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3 Fragen an: Axel Knauff / Bürgermeisterkandidat Münnerstadt

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3 Fragen an: Sonja Johannes / Bürgermeisterkandidatin Münnerstadt
Wer hat Chancen auf den Job als Rathauschef?
Siegfried Farkas
Siegfried Farkas Foto: Angie Wolf
Bei Sonja Johannes und ihrer Spaß- beziehungsweise Satire-Partei Die Partei geht es erklärtermaßen hauptsächlich um Spaß und Satire. Den drei anderen allerdings ist es ziemlich ernst. Jeder von ihnen kann oder konnte als Zweiter oder Dritter Bürgermeister bereits an der Macht und an den Gestaltungsmöglichkeiten des Amtes schnuppern. Das Rennen könnte spannend werden. Entscheidend für Münnerstadt ist aber, dass die Bürgerinnen und Bürger den Kandidaten wählen, der im Amt dann in der Lage ist, die heftigen Auseinandersetzungen der Vergangenheit zu überwinden. Bürgermeister und Stadtrat müssen wieder zueinander finden. Gelingt das, gewinnt am Ende die ganze Stadt.

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