BAD KISSINGEN

Das Leben auf dem Land soll lebenswert bleiben

Mona heißt das Auto der Mobilen Netzwerkmedizinischen Allianz „zur Sicherstellung der ländlichen Versorgung und Mobilität mit Telemedizin und Elektromobilität“. Sebastian Dresbach vom Zentrum für Telemedizin stellte es am Dienstag bei einer Tagung zu einem Modellvorhaben des Bundesverkehrsministeriums in Sachen Förderung des ländlichen Raums in Bad Kissingen unter anderem dem stellvertretenden Landrat von Rhön Grabfeld, Josef Demar, Parlamentarischer Staatssekretärin Dorothee Bär und Landrat Thomas Bold vor. OB Kay Blankenburg schaute interessiert zu.
Mona heißt das Auto der Mobilen Netzwerkmedizinischen Allianz „zur Sicherstellung der ländlichen Versorgung und Mobilität mit Telemedizin und Elektromobilität“. Sebastian Dresbach vom Zentrum für Telemedizin stellte es am Dienstag bei einer Tagung zu einem Modellvorhaben des Bundesverkehrsministeriums in Sachen Förderung des ländlichen Raums in Bad Kissingen unter anderem dem stellvertretenden Landrat von Rhön Grabfeld, Josef Demar, Parlamentarischer Staatssekretärin Dorothee Bär und Landrat Thomas Bold vor. OB Kay Blankenburg schaute interessiert zu. Foto: Siegfried Farkas

Auf dem Land zu leben, ist für viele Menschen durchaus noch attraktiv. Die Lebenshaltungskosten sind niedriger als in Ballungszentren, Wohnraum ist nicht knapp und die Freizeitmöglichkeiten in der Natur sind zahlreich. Trotzdem verlieren ländliche Regionen Jahr für Jahr an Bevölkerung. Ein Modellvorhaben des Bundesverkehrsministeriums soll helfen, Konzepte gegen diese Tendenz zu entwickeln. Den Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld kommt dabei besondere Bedeutung zu.

Gemeinsam eine Modellregion

Die beiden Kreise haben sich gemeinsam als Modellregion für das Projekt beworben und sind als einzige in ganz Bayern in das Vorhaben aufgenommen worden. Bundesweit sollen dabei 18 Modellregionen Lösungsansätze „für die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse im ländlichen Raum“ entwickeln, hieß es bei einer Tagung zu dem Modellvorhaben. Dazu kamen am Dienstag in Bad Kissingen Fachleute sowie Vertreter des Verkehrsministeriums und verschiedener Modellregionen in Bad Kissingen zusammen.

Gelebte Kooperation

Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin im Verkehrsministerium, stellte dabei die Berücksichtigung der beiden unterfränkischen Landkreise besonders heraus. Hier vor Ort werde Kooperation zwischen Kommunen und Landkreisen bereits vielfältig „gelebt“. Intensive Kooperation zwischen den vom demografischen Wandel besonders betroffenen Modellregionen gilt innerhalb des Vorhabens als notwendig oder zumindest vielfach als wünschenswert.

Positives für die Region

Bad Kissingens Landrat Thomas Bold setzte unter anderem daran an. „Wir engagieren uns schon oft gemeinsam“, sagte er mit Blick auf die beiden Kreise und deren touristische Vermarktung sowie die Vermarktung regionaler Produkte. Die Rolle von Bad Kissingen und Bad Neustadt als gemeinsames Oberzentrum sowie die zahlreichen kommunalen Allianzen nannte er als Beispiele der gelebten Kooperation in der Region. Auch Josef Demar, stellvertretender Landrat im Kreis Rhön-Grabfeld, glaubt, dass aus der Kissinger Tagung und dem Modellprojekt „Positives für die Entwicklung der Region“ herauskommt.

Künftige Lebensqualität

Aus Bolds Sicht geht es bei dem Modellvorhaben des Ministeriums letztlich um die Lebensqualität der Zukunft. Wichtige Themen seien dabei Bildung, Nahversorgung oder Mobilität. Das Landratsamt Bad Kissingen bezeichnet das Projekt deshalb „als große Chance, anhand von wissenschaftlich analysierten Daten ein nachhaltiges Konzept für mehr Mobilität und beste Versorgung bis ins hohe Alter zu erarbeiten“. Der Schwerpunkt des Projekts, so das Kissinger Landratsamt, liege „auf dem Nahverkehr und der Erreichbarkeit von Daseinsvorsorgeeinrichtungen wie zum Beispiel Einkaufsläden, Ärzten und Apotheken“.

Praxisbeispiel

Als Praxisbeispiel der Modellregion Bad Kissingen/Rhön-Grabfeld stellten die Beteiligten Mona vor, die Mobile netzwerkmedizinische Allianz „zur Sicherstellung der ländlichen Versorgung und Mobilität mit Telemedizin und Elektromobilität“. Konkret heißt das, im Rahmen des Modellvorhabens ist ein Elektroauto für einen mobilen medizinischen Dienst in der Fläche angeschafft worden. Das Fahrzeug soll in Zusammenarbeit mit einem Arzt telemedizinische Versorgung in die Fläche bringen. Nach Angaben von Vertretern der beteiligten Landratsämter war es am vergangenen Wochenende bereits im Einsatz.

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