MÜNNERSTADT

„Das alte Schloss“ mit Gespenstern und grimmigen Gnomen

Schlossfassade: Walter Spilarewicz-Braun (rechts) und  Elmar Wiessner begutachten die Arbeit von Janise Löhr.
Schlossfassade: Walter Spilarewicz-Braun (rechts) und Elmar Wiessner begutachten die Arbeit von Janise Löhr.

Bald ist wieder Theaterzeit im BBZ. Betritt man den Saal der Theaterwerkstatt, sieht man die spielbegeisterten Studierenden hier am Bühnenbild arbeiten, dort ein Stuck-Element herstellen und hört sie an anderer Stelle am Liedgut arbeiten. 25 Studierende bereiten sich auf ihre Rollen vor und arbeiten in der Vorbereitungsphase am Entstehen einer Geschichte mit, sagte Regisseur Walter Spilarewicz-Braun, der sich zusammen mit Walter Graf das Märchen vom alten Schloss ausgedacht hat.

Durch ihre Mitarbeit auf allen Feldern der Theaterproduktion bekämen die Studierenden im Fach Darstellendes Spiel mit, wie sich aus einer Idee eine Geschichte für die Bühne mit Szenen, Musikanteilen, Kulissen, Requisiten und Bühnenbild entwickelt, so Spilarewicz-Braun. Das bringe Erfahrung, die von den angehenden Erzieherinnen in ihrer beruflichen Praxis in Kindertagesstätten, Jugend- und Behindertenarbeit angewendet werden könne. „Im Theaterspiel üben die Studierenden verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten für ihr Praxisleben, wobei sie eine bestimmte Fertigkeit in Bewegung, Spiel, Sprache und Ausdrucksform erlernen“, betont Spilarewicz-Braun.

Das 90-minütige Theater-Märchen wird uraufgeführt am 20. April um 19.30 Uhr im Theatersaal des BBZ. Weitere Vorstellungen finden am Tag der offenen Tür, am Samstag, 21. April und während der Theaterwoche vom 23. bis 27. April statt. Der Eintritt ist frei.

Inzwischen hätten sich schon mehr als 30 pädagogische Einrichtungen aus der Region für einen Besuch des Theaterstückes angemeldet, freut sich Spilarewicz-Braun. Information und Anmeldungen sind unter Tel. (0 97 33) 8 11 90 möglich. Die Geschichte ist für alle Altersgruppen ab dem Vorschulalter geeignet.

„Man muss schon mit Freude dabei sein, wussten wir doch, was auf uns zukommt“, sagte Shirly Schwarz, die ein Schlossgespenst spielt, während sie im Maleranzug an einem Stuck-Element arbeitet. Markus Hammelmann stellte fest: „Wir haben uns ja viel Arbeit aufgehalst, haben aber auch gleich den Erfolg vor Augen, wenn wir zum Beispiel unser gelungenes Bühnenbild betrachten“ und ergänzte „Wir sind vielleicht aufgeregt vor der Aufführung. Aber das kriegen wir auch noch hin.“

Eine interessante Geschichte rankt sich um „das alte Schloss“ :

In einem halbverfallenen Schloss lebte seit vielen Jahren allein der ehemalige Diener der Schlossherren. Die Menschen in der Region begegneten dem Schloss und dem Diener mit Misstrauen und erzählten nur von Spuk und Gespenstern zwischen dem alten Gemäuer. Eines Tages trauten sich zwei Kinder auf der Suche nach ihrem abgestürzten Drachen in das verrufene Schloss. Da begegnete ihnen der Diener und die Hexe Babaja, die gelegentlich das Schloss aufsuchte. Diesmal aber war sie mit dem Drachen der Kinder zusammengestoßen und mit ihrem Zauberbesen abgestürzt.

Da entdeckten die Kinder zu allem Schreck auch noch drei mannsgroße Schloss-Gespenster. Statt ängstlich davonzulaufen, erwachte in ihnen Neugierde. Der Diener nahm sie in seine Obhut und half ihnen, ihre aufkeimende Angst zu überwinden. Schließlich konnten sie aus sicherem Abstand das Treiben der Gespenster beobachten. Die Gespenster aber waren guter Dinge und zeigten sich voller Freude, da sie nach der Erweckung des steinernen Riesen im Schloss dauerhafte Ruhe finden würden. Da wurde plötzlich alles Geschehen von grimmigen Berg-Gnomen, die auf dem Schlossberg ihr Unwesen trieben, durcheinander gewirbelt. Jetzt war die Erweckung des steinernen Riesen nicht mehr sicher. Konnten sie ihn dennoch nach Jahrhunderte langem Schlaf erwecken?

Viel Arbeit: Lena Dittmann (links) und Jessika Ziegler gestalten ein Stuckelement.
Viel Arbeit: Lena Dittmann (links) und Jessika Ziegler gestalten ein Stuckelement. Foto: Foto (2): Hubert Breitenbach

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