GERODA

Das sind die Pläne für das Würzburger Haus

Dreimal Würzburger Haus: Wanderer, Radfahrer und Autofahrer haben an der Zufahrtsstraße jeweils eigene Wegweiser. Foto: Wolfgang Dünnebier

Das Verlangen von Städtern nach Bergluft stillt der Rhönklub Würzburg auf seine Art. Er bietet Einkehr ins vereinseigene Würzburger Haus nahe der Schwarzen Berge bei Bad Brückenau.

Mit einem Pächterwechsel soll dort frischer Wind einziehen. Seit Beginn der Betriebsruhe Ende Oktober startet wöchentlich ein ehrenamtliches Helferteam mit drei Autos in Würzburg, um in der Rhön Zimmer zu renovieren. Frische Farbe und Steckdosen zum Laden von Handys in den Zimmern sollen den Aufenthalt zeitgemäßer machen. Ein bisheriges Zimmer für Vereinsakten ist als weiteres Gästezimmer umgebaut worden. Nun stehen Wanderern, Mountaibikern und Langläufern 41 Betten zur Verfügung.

Anbau wird gemütlicher

Übrigens wird jetzt eine viel diskutierte, architektonische Lösung jetzt nachbessert. „Der Anbau bekommt mehr Hüttencharakter“, verspricht zweite Vereinsvorsitzende Elfriede Höglmeier. Vor gut vier Jahren war das Haus um einen Saal mit 70 Sitzplätzen erweitert worden. Vielen Gästen ist er zu schlicht und spiegelt damit zu wenig Rhöner Gemütlichkeit wider. „Gestaltung und Materialwahl orientiert sich an den erteilten Brandschutzauflagen“, nennt Höglmeier Gründe.

Rückendeckung für mehr Gemütlichkeit gibt es vom Pächter. Frank Reuter aus dem Hammelburger Stadtteil Obereschenbach ist vom Würzburger Rhönklub unter acht Bewerbern ausgesucht worden. Seine Pläne und die Verankerung in der Region überzeugten.

 Gastronomischer Quereinsteiger 

Der 50-jährige Quereinsteiger in Sachen Gastronomie hat 2017 das Brauhaus am See in Thulba ersteigert. „Das läuft gut“, sagt der 50-Jährige, der im Hauptberuf Bauleiter bei der Firma Ullrich in Elfershausen ist. Die Motivation seines Teams im Brauhaus erlaube es, im Verbund beider Häuser eine weitere Herausforderung anzunehmen.

Starten möchte er im Würzburger Haus am Samstag, 5. Januar, mit einem Koch und zwei Vollzeitkräften sowie Teilzeitkräften je nach Bedarf. Das Kalkulieren mit den Launen des Wetters ist eine besondere Herausforderung. Zusätzlich beschränkt der Abriss des nahen Berghauses Rhön mit Wiederaufbau durch den Landkreis Bad Kissingen aktuell das Besucheraufkommen in dem Erholungsgebiet.

Im Sommer länger offen

Das wirkt sich unerwartet negativ auf die Gästezahlen im Würzburger Haus aus, stellen die Verantwortlichen des Rhönklubs fest. Zunächst ist an eine Öffnungszeit von Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr gedacht. „Wir wollen da erst mal reinwachsen“, sagt Reuter. Er habe einiges vor. So schwebt ihm vor, in der helleren Jahreszeit bis 22 Uhr zu bewirtschaften. Abends entfalten die Sitzgelegenheiten rund um das Haus an heißen Sommertagen einen besonderen Reiz.

Keine Selbstbedienung mehr

Abkommen möchte Reuter von der Selbstbedienung der Gäste. Sie hatte wegen der Vielzahl der Sitzgelegenheiten im und am Haus immer wieder zu langen Warteschlangen geführt. Die Beliebtheit des Hauses liegt auch am neu angelegten Spielplatz mit seinem Kletterfelsen.

Zusätzlich will sich der Rhönklub Würzburg mit seinem Haus nahe der Autobahnabfahrt Bad Brückenau um Berücksichtigung als Stützpunkt im Rahmen des Mountainbike-Konzepta des Landkreises Bad Kissingen bewerben.

Mountainbike-Wochen könnten den Rhönklub mit seinen 600 Mitgliedern in der Stadt für jüngere Mitglieder attraktiver machen, findet auch Schriftführerin Anita Ormanns. Jetzt hoffen alle Beteiligten auf einen zauberhaften Winter, der Spaziergänger und Langläufer zum Ausflug in die Rhön animiert.

Frank Reuter aus dem Hammelburger Stadtteil Obereschenbach übernimmt als Pächter das Würzburger Haus. Darüber freuen sich (von links) Anita Ormanns und Elfriede Höglmeier vom Rhönklub-Zweigverein Würzburg und Gerodas Bürgermeister Alexander Schneider. Foto: Wolfgang Dünnebier

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